Keine Umweltkatastrophe an der Donau durch ungarische Chemiebrühe

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Frank1

Guest
#1
Habe gerade gehört, daß die Chemiebrühe aus Ungarn zwar die Donau erreicht hat, aber derart verdünnt ist, daß keine Umweltkatastrophe (Fischsterben u.a.) an der weiteren unteren Donau zu befürchten ist. Dies war zunächst befürchtet worden.
Die Donau fließt auch ein paar Kilometer durch Kroatien und auch dort hatte man sich Sorgen gemacht.

LG Frank
 

Franto

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#2
Würde die Journaille sich bei Fachleuten der Bergbau- bzw. Erzaufbereitungstechnik informiert haben anstatt den Universalplauderern von Grinnpiss, hätte sie berichten können und müssen - an der Donau bestand nie eine Gefahr!

Denn der Schlamm stammt aus der Bauxit-Aufbereitung und besteht im wesentlichen aus Eisenoxiden und Siilikaten also keinem "Gift". Der Schlamm hat aber eine sehr hohe Basizität - vergleichbar wenn man Kreide in Wasser aufschlämmt - die sich sukzessive im Flusswasser schnell abbaut und auch nicht ökotoxisch ist. Allerdings sind die Partikel des Schlamms im Mikronbereich und setzen sich kaum ab: Bei einem Dammbruch, etwa im Gefolge eines Hochwasserereignisses, gibt es dann eine Katastrophe, ähnlich einem großen Murenabgang der wegen der hohen spezifischen Dichte des Schlammes enorme Kraft gegen alles entwickelt, das sich ihm entgegen stellt.
Mit dem dummen Hysteriemache-Schwindel von einer "erhöhten Radioaktivität" sind die grünen Alarmisten ohnedies schnell abgefahren - weil sie einfach zu widerlegen war und ist. Diese Radioaktivität ist wie bei allen Bergbauprodukten oder Tunnelaushuben in bestimmten alpinen und sonstigen Felsformationen geogen bedingt, also "natürlichen" Ursprungs - wie auch in jedem Granitstein zur Straßenpflasterung und Grabsteinen...
 
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ELMA

Guest
#3
Das hoffe ich Frank!
Auch wenn es nur wenige Kilometer sind: aber was für ein Gebiet ist es:
Der Nationalpark Kopacki Rit bei Osijek ist ein ökologisch äußerst sensibles Sumpfgebiet... da reichen schon Spuren von diesem Zeug, um das narürliche Gleichgewicht zu zerstören.

Ich hoffe, Du hast Recht!

Und dennoch : mir tun die in Ungarn unmittelbar betroffenen Menschen sehr Leid!! Ich kann mir das kaum vorstellen ,wie eine 2m hohe Welle an roter Brühe plötzlich durch das Dorf stürzt und innerhalb von Minuten alles zerstört und vermutlich für Jahrzehnte unbenutzbar macht.

Franto, da wäre es mir als Bewohner egal, woraus die Brühe letztlich besteht .... die dauerhaften Schäden kann noch niemand beurteilen.

Gruß,
ELMA
 

Franto

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#4
Das hoffe ich Frank!
Auch wenn es nur wenige Kilometer sind: aber was für ein Gebiet ist es:
Der Nationalpark Kopacki Rit bei Osijek ist ein ökologisch äußerst sensibles Sumpfgebiet... da reichen schon Spuren von diesem Zeug, um das narürliche Gleichgewicht zu zerstören.
Na, und wie viele hundert Kilometer von diesem Nationalpark bei Osjek ist die Stelle der Schlammkatastrophe entfernt? :-( Noch einmal: Sollten noch sehr geringe Konzentrationen vom Zufluss aus dem "Katastrophengebiet" via Raab überhaupt in die Donau gelangen (durchschnittliche Wasserführung dort um die 3 - 5000 m^3/sec - in wenigen Kilometer ist nichts mehr da...

Und dennoch : mir tun die in Ungarn unmittelbar betroffenen Menschen sehr Leid!! Ich kann mir das kaum vorstellen ,wie eine 2m hohe Welle an roter Brühe plötzlich durch das Dorf stürzt und innerhalb von Minuten alles zerstört und vermutlich für Jahrzehnte unbenutzbar macht.
Ich kann nur keinen Unterschied zwischen diesem Unglück und einem großen Muren- oder Lawinenabgang in Siedlungsen für die "betroffenen Menschen" erkennen. Echt betroffen sind besonders jene 1100 dort Beschäftigten samt ihren Familien, die wegen der nunmehrigen (vermutlichen) Stillegung der Anlage ihren Arbeitsplatz in einer "strukturschwachen" Gegend los sind. Im Neudeutsch: Platt gemacht. Und in Ungarn ist Arbeitslosigkeit weniger lustig als Hartz IV in Deutschland...:-(
Wer im Fernsehen die armseligen "Häuser" der Menschen dort gesehen hat, muss dem ungarischen Regierungschef auch Recht geben: Diese Bruchbuden wieder aufzubauen ist kein Thema, sondern es müsste eine komplette neue Siedlung außerhalb der Schlammwüste errichtet werden. Nur wiederum: Wo kriegen die Menschen in dieser Region überhaupt einen Arbeitsplatz - damit sich eine neue Siedlung für sie lohnte?

Franto, da wäre es mir als Bewohner egal, woraus die Brühe letztlich besteht .... die dauerhaften Schäden kann noch niemand beurteilen.[\quote]

Woher schöpfst du denn deine Apodiktik.-? Ich frage eben einen Experten der auf diesem Gebiete Jahrzehnte lang, und das weltweit, in der Erzaufbereitung gearbeitet hat - und der weiß, "was da drinnen" ist - und was nicht. Und zusätzlich aus persönlicher Jahrzehnte langer Erfahrung mit all diesen hysterischen Weissagungen nach schweren Unfällen: Vom Rhein nach der Katatstrophe bei Sandoz 1986 - auch auch geweissagt wurde, auf Jahrzehnte würde der Rhein ökotoxisch tot und das Wasser aus den Uferfiltraten der Wasserversorgungen "vergiftet" sein. Und nicht einmal fünf Jahre später war der Rhein sauberer als je zuvor...
Ach ja, als Saddam beim Rückzug aus Kuwait die Ölfördertürme anfackelte bekamen wir tagtäglich den armen, Öl verschmierten Vogel vorgeführt - nur war der, wie sich später bei Recherchen heraus stellte, gar nicht aus dem Golf - genau so wenig wie der "katatstrophale Sommer" und Monsumausfall in Indien als Folge....

Immer wieder diese dummen Laien-Phrasen von "niemand kann abschätzen" - wenn Fachleute genau wissen, was und wie etwas wirkt und zu sanieren ist. Wie im konkreten Fall, wo es sich nicht um eine "bisher nicht erprobte" Technik (die normale Totschlagphrase aller AlarmistInnen) handelte - sondern zumindest die wirklichen Fachleute genau wissen, was da drin ist und wie es wirken kann - oder eben nicht. Nur die will ja keiner hören, wenn es darum geht Katastrophen journaistisch und auch politisch auszuschlachten....:-(
 
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ELMA

Guest
#5
Zitat von Franto:
Wer im Fernsehen die armseligen "Häuser" der Menschen dort gesehen hat
Auf welch hohem Ross sitzt Du denn, Franto? Welche Villa nennst Du Dein eigen??

Ich habe auch im Fernsehen Häuser gesehen - klein, ursprünglich schön verputzt, mit kleinen Gärtchen, die Innenräume ebenfalls klein, aber ordentlich eingerichtet ( ich würde sie mit Siedlungshäuschen bei uns in den 60er Jahren vergleichen)
Die Leute konnten dort gut wohnen und für sie hatte dieses "armselige Haus " ganz bestimmt genau so viel Wert für für Dich Dein Luxusapartment.

Immer wieder diese dummen hysterischen Phrasen von "niemand kann abschätzen" - wenn man genau weiß, was und wie etwas wirkt.
Komm mir nicht mit Experten!! Wir werden sehen wie sich das alles weiter entwickelt , aber die Erfahrung zeigt, dass sog. Experten uns in vielen Fällen schon oft ganz einfach angelogen haben oder nicht alle Aspekte berücksichtigt haben!
Skepsis ist angebracht.

Was die Sorge um den Arbeitplatz betrifft, so dürftest Du Recht haben.
 

vadda

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#6
Uiii franto, wenn das alles nur Panikmache ist, warum arbeiten dann die Helfer mit Schutzanzügen? Möchtest du vielleicht in der Gegend das Wasser aus den Brunnen trinken? Ich sage nur "zum Wohl", da bleibe ich doch lieber beim Pivo.

Deine Bemerkung
Na, und wie viele hundert Kilometer von diesem Nationalpark bei Osjek ist die Stelle der Schlammkatastrophe entfernt? Noch einmal: Sollten noch sehr geringe Konzentrationen vom Zufluss aus dem "Katastrophengebiet" via Raab überhaupt in die Donau gelangen (durchschnittliche Wasserführung dort um die 3 - 5000 m^3/sec - in wenigen Kilometer ist nichts mehr da...
finde ich wirklich daneben. Alllein diese von dir genannte Spanne (von mir ungeprüft) von von 3 - 5000 m³/sek. (was ist denn deiner Meinung nach bei 3 m³/sek???) sollte dir zeigen, wie die Natur von Menschenhand vergewaltigt wird.

Der Naturpark Kopački rit bei Osijek wird davon sicherlich weniger beeinträchtigt sein, da dieser eher als Überflutungsfläche für die Drau dient. Aber die Flora und Fauna an der Drau ist durch die vielen Wasserkraftwerke in Italien, Österreich und Slowenien schon genug beeinträchtigt.

Ich gebe dir natürlich Recht, dass Vieles in den Medien als Panikmache dient, aber alles einfach mit den Meinungen oder Gutachten bezahlter Lobbyisten abzutun - nein, gesunder Menschenverstand ist auch von Nöten.

Zum Wohle der Menschheit ist diese Katastrophe in Ungarn sicherlich nicht, da sindwir doch hoffentlich einer Meinung!!!???

Gruß,
Klaus
 

Marius

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#8
Während die ungarische Regierung (und nicht etwa Greanpeace) von einer nie da gewesenen ökologischen Katastrophe spricht, Mensch und Tier unter Verätzungen leiden und ganze Landstriche evakuiert werden, berichtet Franto aus seinem Paralleluniversum, dass ja alles vollkommen ungefährlich ist und prangert einen üblen Alarmismus an, in dem Greanpeace eine fiese Mafia-Orginasition ist, deren einziges Ziel es ist, Lügen und Desinformation zu verbreiten.

Soso. Das ist ja hochinteressant. :)

Auf den Zynismus, der sich wie ein roter Faden durch die gesamten Ausführungen zieht, dass etwa die Heime dieser Menschen ja ohnehin nur Bruchbuden seien, will ich gar nciht erst näher eingehen.
Aber Franto hat ja einen Kumpel, einen ausgewiesenen Fachmann und anerkannten Experten, befragt und der muss es wissen, sonst wäre er ja nicht Frantos Kumpel, nicht wahr. :)

Dass frühere Katastrophenschäden mittlerweile beseitigt sind, führt er freilich darauf zurück, dass es sich damals um dummen Alarmismus von Laien und Ahnungslosen handelte und nicht etwa darauf, dass man die Auswirkungen sehr ernst genommen und in jahrelanger, mühevoller und konsequenter Kleinarbeit beseitigt und saniert hat. Naja, was soll man da sagen...
 

Franto

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#9
Während die ungarische Regierung (und nicht etwa Greanpeace) von einer nie da gewesenen ökologischen Katastrophe spricht, Mensch und Tier unter Verätzungen leiden und ganze Landstriche evakuiert werden,
Reg' dich ab - und lies eine hoffentlich gute Übersetzung, was der ungarische Regierungschef Orban wirklich gesagt hatte! Dass die Katastrophe dort lokal eine "nie dagewesene" ist, stimmt wohl. Der Schlammteppich ist auf 40 km^2 aber nicht "ein ganzer Landstrich. In ein paar Jahren wird dort die Botanik wieder Besitz ergriffen haben...
berichtet Franto aus seinem Paralleluniversum, dass ja alles vollkommen ungefährlich ist und prangert einen üblen Alarmismus an, in dem Greanpeace eine fiese Mafia-Organisition ist, deren einziges Ziel es ist, Lügen und Desinformation zu verbreiten. [\quote]

Wo habe ich etwas von "völlig ungefährlich" geschrieben? Nicht bei mir die Masche der AlarmistInnen hier beim Sinnverdrehen anwenden. Deren sematische Tricks kenne ich seit Jahrzehnten. Wenn Leute wegen eines Naturreservats einige hundert Kilometer flussabwärts um Osjek sich "Sorgen" machen wegen der lokalen Schlammkatastrophe in Westungarn - dann ist das Alarmismus oder Wichtigtuerei um "Aufmerksamkeit zu erregen".

Auf den Zynismus, der sich wie ein roter Faden durch die gesamten Ausführungen zieht, dass etwa die Heime dieser Menschen ja ohnehin nur Bruchbuden seien, will ich gar nciht erst näher eingehen.
Na klar, ist es immer "Zynismus", wenn man den AlarmistInnen die Fakten entgegen hält - die eben andere sind, als die sie aus der Magengrube und der Fernsehdramaturgie schöpfen.

Aber Franto hat ja einen Kumpel, einen ausgewiesenen Fachmann und anerkannten Experten, befragt und der muss es wissen, sonst wäre er ja nicht Frantos Kumpel, nicht wahr. :)
Besser eine Informationen von einem "Kumpel" - (Merke, Kumpel gibts aber nur auf Kohle:), ) international erfahrener Verfahrenstechniker Erzaufbereitung (Dipl. Ing. Dr. habil.) zu beziehen als von den mundwerklichen UniversalexpertInnen Kraft medialer Selbsternennung von Grinpiss im Fernsehen. Deren Sachkompetenz in medialer Katastrophenvermarktung und Selbstdarstellung zwecks Spendsenmkeilerei besteht - aber ansonst in nichts.

Dass frühere Katastrophenschäden mittlerweile beseitigt sind, führt er freilich darauf zurück, dass es sich damals um dummen Alarmismus von Laien und Ahnungslosen handelte und nicht etwa darauf, dass man die Auswirkungen sehr ernst genommen und in jahrelanger, mühevoller und konsequenter Kleinarbeit beseitigt und saniert hat. Naja, was soll man da sagen...
No na net, wird man nach jeder Katastrophe die Katastrophenschäden "mühevoll" beseitigen. Ganz gleich ob Lawinenabgänge, Explosionen und selbst Atombombenabwürfe und ein durch verrückte Experimente lokaler Dummköpfe in die Luft geflogenes Kernkraftwerk (zur Plutoniumgewinnung) wie Tschernoobyl. Warum dort hin ein ständiger Katatstrophentourismus von Grinpiss organisiert wird - wenn Junderte Quadratkilometer "so gefährlich verstrahlt" isind, frage ich mich schon seit zwei Jahrzehnten.....Dazu braucht man eben sachkundige Experten und nicht Maulhelden vor TV-Kameras .Die Alarmisten tragen außer maulwerklichen Hysterien und medialer Selbstdarstellung dazu nichts bei. Denn harte Arbeit dort, wo sie zu tun ist, scheuen sie wie der Teufel das Weihwasser. Da sind sie nämlich lieber zur nächsten "Katatstrophe" mit ihren Fernsehteams unterwegs...:-( Die nach der Bewältigung einer Katastrophe durch andere nie mehr an ihre Weissagungen von Jahrzehnten, ja Jahrhuneerten "ökologisch toten" Gewässern, Ländereien usw. erinnert werden wollen....
 

Ursie

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#10
Hallo ELMA, ich habe gerade eure Berichte von der Verschmutzung gelesen. Heute morgen hat France Info, der Radiosender in Frankreich um 7 Uhr gesendet, dass jetzt die Verschutzung jetzt die Donau erreiçcht hat und morgen früh Rumanien erreicht und Ungarn jetzt die EU um Katastropenhilfefonsgründung und Unterstützung bittet, aussderdem habe ich gestern mittag im Internet mir die Artikel aus österreich angesehen und diese sprechen von einer "Tschernobylartigen Katastrophe"
Wie du ja weiss ist bei uns in Frankreich wegen PCB verseuchtem Wasser, dass Fischessen azus der Rhone verboten und der Schlamm aus Ungarn erreicht dann auch noch den kroatischen Natinalpark. Dann kann ich Franto nur mitteilen :"Stell dir vor Franto, wenn plötzlich dein Haus aufgrund der Explosion oder das Auseinaderbersten eines Deiches weggeschwemmt wird und wir dich dann sehen !!!,wenn zufälligerweise Journalisten davon berrichten."
Der Kopacki Rit National liegt ja an der Donau und dem Dravezufluss. Wir werden ja dann noch sehen. Nicht jeder in Ungarn hat ein Riesengrosses Haus, so wie wir und wir sollten lieber Solidarität ausüben. Ausserdem haben in Ungarn extreme Regenfälle, diesen Deich für Bauxit aufgeweicht und auch über Slowenien sind starke Regenfälle niedergegangen. Und in Rumanien sprechen sie schon davon, dass einige Tage das Trinkwasser aus der Donau ungeniessbar sei. Viele gruesse von Ursie
 

knurzelchen

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#11
Danke Ursi für den guten Beitrag,

jede Katastrophe, egal ob durch Naturgewalten oder "menschliches Versagen" ist für die in der jeweiligen Region lebenden Menschen katatrophal. Ich möchte nicht wissen, wie viele ihre Existenz, ihr Zuhause durch so etwas verloren haben. Diese Menschen verdienen einfach unser Mitgefühl und vielleicht auch Unterstützung. Manchmal sollte man auch darüber nachdenken, ob man nicht auch selbst sehr dankbar für jegliche Hilfe/ Anteilnahme wäre, wenn man in dieser Situation ist. Daher finde ich weder "Panikmache" noch eine gewisse Gleichgültigkeit unangebracht.

Viele Grüße
Andrea
 

Ursie

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#12
Hallo Franto,nur kurz zu deiner Info : laut ZDF Mittagsmagazin von heute Freitag, den 8.Oktober 10 Uhr beläuft der Schaden in Ungarn mehrere Millionen Euros und ausserdem ist auch Arsen im Schlamm drinnen. Ich glaube schon, dass unsere ZDF Journalisten vor Ort Wahres berichten!!!! und ausserdem stellt und richtet die EU einen Hilfefonds ein . Dies bitte zu deiner Infos und um freundliche Weiterleitung an deinen persönlichen Minen- Spezialisten, der dich ja berät mit seinen fundierten Kenntnissen.
Viele Gruesse von Ursie
 

Ursie

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#13
Hallo,habe gerade deine Nachricht gelesen. Habe gerade Franto geantwortet, sogar das ZDF -Mittagsmagazin hat heute um 13 Uhr vor Ort berichet , der Schaden beläuft sich auf mehrere Millionen Euros, ausserdem ist Arsen im Schlamm drin, der nun trocknet und dann in Pluverform herumfliegt. Und morgen erreicht die Brühe Rumanien und Sonntag dann Slawonien, habe gerade in meinem Reiseführer gelesen," Voir von Hachette,"dass der Nationalpark ein erstauneswertes ökosystem hat und an der Drau und Donau liegt. Wir werden es ja sehen, auf alle Fälle ist auch Kroatien davon betroffen und diejenigen von uns, die eigentlich sich den Park mal in Zukunft anschauen wollen, koennen dann nur feststellen schoen war es!!! wieder ein Naturparadies weniger!!!!!.
Viele Gruesse von Ursie
 

knurzelchen

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#14
bleibt im Prinzip nur zu hoffen, das sich die Natur trotz allem mit ihren immer wieder erstaunlichen "Selbstheilungskräften" zur Wehr setzt, damit alle, die wirklich an diesen grandiosen Naturschönheiten interessiert sind sie auch in Zukunft sehen können

Viele Grüße
Andrea
 

claus-juergen

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#15
hallo,

ohne mich nun in die diskussion über die giftigkeit der roten brühe einmischen zu wollen, ist es für mich eine sauerei, wie einer firma über jahrzehnte gestattet werden kann, ihre abwässer einfach offen in einem durch einen "damm" gesicherten becken abzulagern. alle paar jahre wird der sogenannte damm dann um einen meter erhöht, damit noch mehr von der dreckbrühe platz hat. irgendwann ist doch das ende der fahnenstange erreicht. jetzt hat es mal etwas stärker geregnet als sonst und der sogenannte damm bricht. das weiss doch heutzutage jedes kind, daß es nur eine frage der zeit ist, bis so etwas passiert. wenn nicht heute, dann wäre das ganze halt erst in ein paar jahren geschehen!

scheinbar ist es auch im verhältnismäßig armen ungarn so, daß man mit dem argument der arbeitsplätze gleichzeitig einen freibrief bekommt. die äußerungen der verantwortlichen politiker zielen nur darauf ab, möglichst schnell die produktion wieder aufzunehem. war da nicht vor einigen jahren so etwas ähnliches in einem rumänischen goldbergwerk, nur ein paar hundert kilometer vom jetzigen unglücksort entfernt? da spricht heute kein mensch mehr davon. es würde mich interessieren, was aus den menschen in dieser region geworden ist. nur spricht heute niemand mehr davon so wie es vermutlich auch in einem jahr im jetzigen fall ist..... :x

grüsse

jürgen
 
P

perovuk

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#16
Ich glaube auf Google Earth das Gebiet gefunden zu haben, deutlich das Schlammbecken und westlich davon das Dorf Kolontar, welches überschwemmt wurde.
Koordinaten: 47/05/10,84 N + 17/29/53,55 O
Gruß
Peter
 

Georg2

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Am Ammersee, im Sommer zu kurz auf Ulika
#17
Es ist eine Riesen Schweinerei was dort geschehen ist.. Und morgen soll die Produktion wieder anlaufen.
PS: Wenn hier einer über "armselige Häuser" und "Bruchbuden" schreibt, denke ich, dass diese Menschen glücklicher und zufriedener leben, als mancher Kotzbrocken in seine Villa mit goldenen Wasserhähnen.
 
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#18
hohe arsen- quecksilber- und chromwerte in der brühe. alles ja halb so schlimm, nur auf jahre unbewohnbar, grundwasser vergiftet, aber in KROATIEN passiert ja nichts.
in DEUTSCHLAND und ÖSTERREICH, nur als beispiel, passiert ja auch nichts.
sollen sich doch die bewohner dieser armseligen bruchbuden nicht aufregen, die werden schon in irgendeinen plattenbau umgesiedelt werden, oder in ein schönes zeltlager.

manchmal fragt man sich, was hinter solchen meinungen denn wirklich steckt.

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vadda

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#19
Auch in Slawonien bereitet man sich vor. Für die letzte Nacht wurde das Eintreffen des Giftschlammes erwartet. Probleme mit der Trinkwasserversorgung um Vukovar sollte es nicht geben, da diese auch alternativ aus unterirdischen Quellen sichergestellt ist.

Die Überwachung der Wasserqualität im Naturpark Kopački rit wurde verstärkt, aber wegen des momentan niedrigen Wasserstandes der Donau befürchtet man wohl kein Eindringen von Schadstoffen in diesen Bereich.

Hier der (schlecht übersetzte) Artikel der Glas Slavonije

Gruß,
Klaus
 
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