Kroatien baut Flüssiggas-Terminal im Eiltempo

burki

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#1
Zagreb
Das Projekt geht zurück auf die 80er Jahre, doch erst die Ukrainekrise hat es zu einem Lieblingsplan der EU und der USA gemacht: Auf der nordkroatischen Adriainsel Krk soll im Eiltempo ein Terminal für Flüssiggas entstehen (Liquefied Natural Gas – LNG). Im großen Stil wird der wertvolle Stoff mit Schiffen angelandet und weiter nach Norden und Osten verteilt. Sechs Milliarden Kubikmeter sollen so jährlich durchgeleitet werden. Eine Verdoppelung der Kapazität bei entsprechender Nachfrage wird mitgeplant.

weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/politik...luessiggas-terminal-im-eiltempo/11073930.html
 

claus-juergen

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#2
hallo Burki,

das ist sicherlich eine gute Nachricht für die kroatische Wirtschaft. Es wird überwiegend mit ausländischem Geld investiert, es werden Arbeitsplätze gerade nicht im Niedriglohnsektor geschaffen und das Land hat Perspektiven auf langfristige Einnahmen durch Transitgebühren. Hinzu kommt die Verringerung der Abhängigkeit von dem neuen russischen Zaren und seinen möglichen Nachfolgern.

Wettbewerb auch auf dem Energiesektor im Bereich von Erdgas gab es bisher ja kaum. Jetzt, wo die Verflüssigung und der Transport über weite Strecken wirtschaftlich geworden ist, kann die Abhängigkeit von einem einzigen Lieferanten verringert werden. Auch Deutschland braucht dringend ein Flüssiggasterminal, wie erst jetzt im Zuge der Ukraine-Krise festgestellt wurde. Mal sehen, wie schnell so ein Ding hierzulande gebaut werden kann.

grüsse

jürgen
 

skipperjames

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#3

skipperjames

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#4
Erneut:

Hallo Jürgen,

Prägnanter Satz,..... der Westen sollte IHM in aller deutlichkeit eine Richtung vorgeben....,

Gruß
Hans
 

AlterNeuer

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#5
das ist sicherlich eine gute Nachricht für die kroatische Wirtschaft.
....und vor allem für uns Touris und die gesamte Tourismusbranche.
Zitat aus Link:
"Denn neben diesem Projekt soll bald auch aus der Adria Öl gefördert werden. Nachdem auch die EU das Projekt im Mai auf ihre Prioritätenliste gesetzt hatte, kann jetzt alles schnell gehen. Die EU zahlt mit fünf Millionen Euro die Hälfte der Vorplanungen. Studien zur Machbarkeit und Umweltverträglichkeit sind positiv abgeschlossen,"
Im Nachbarforum wird die Sache wesentlich kritischer gesehen.

Gruß
AlterNeuer
 

AlterNeuer

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#6

Bromi

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#7
denke das auf den Schiffen wo Gas transportiert wird Rauchverbot ist
LG
Erich
 

nihil-est

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#8
Ich glaub eher das ist ne Presseente. Alternativ betrachtet ein Milliardengrab.

LNG/LPG-Tanker gibt es ja nicht viele weltweit, damit fangen wir mal an.
Nun nehmen wir die Zahlen von @burki und gehen von 6-12 Milliarden Kubikmeter aus.

Als Gegengewicht zu South-Stream, aktuell eingestellt, taugt diese Spielzeuganlage ja eh nicht. Um die Dimension einmal zu verstehen, South Stream entspricht über 50.000 Schiffsladungen. Andersrum rund 140 durchschnittliche LNG-Schiffsanlandungen tagtäglich.

Selbst in der Version von " nur " 6 Milliarden Kubikmeter wären es ein paar Schiffsanlandungen tagtäglich. Je nach dem von wo das Gas denn nun kommt ( = Wegzeit ) braucht man also zig LNG-Schiffe. Es gibt weltweit aber nur rund 200. Grösster, in Planung, 266.000 Kubikmeter.

Daher, liebe mehr oder minder geneigte Rätselfreunde, wo sind denn die Schifflein welche man benötigt um gar im grossen Stil diesen Flüssiggasumschlagplatz zu betreiben ( und per Pipeline gar bis A/HU usw zu pumpen ) ?


Nur so am Rande, nebenbei
 

claus-juergen

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#9
QUOTE="AlterNeuer, post: 776369, member: 216282"]...Gazprom steigert Gaslieferungen durch Ostseepipeline nach Europa
Vor dem Hintergrund der Krise in der Ukraine hat Russland in diesem Jahr seine direkten Gaslieferungen nach Europa durch die Ostsee-Pipeline um die Hälfte gesteigert.
http://de.ria.ru/business/20141205/270154950.html

Irgendwie widerspricht das ja dem zuvor Geschriebenem. Habe ich da im Mainstream etwa was verpasst oder ist das eine aufgewärmte Meldung aus dem Vorjahr?...[/QUOTE]

Hallo Wolli,

kein Mensch hat das Gegenteil davon behauptet. Wenn es freie Kapazitäten dieser Pipeline gibt, dann ist es doch nur sinnvoll, wenn Gazprom mehr Gas durch diese Röhre liefert, zumal sich der russische Staatskonzern erst vor kurzem mit den deutschen Abnehmern auf Preisnachlässe geeinigt hat. Diese Pipeline finde ich jedenfalls viel sinnvoller als South Stream oder Nabucco, weil hier aufgrund der Tatsache, daß North Stream nur Russland mit Deutschland über die Ostsee verbindet, Transitländer und deren berechtigte Gebührenforderungen außen vor bleiben. Zwei streiten nicht so leicht ums Geld wie zehn Beteiligte.

Wobei mir derzeit nicht bekannt ist, ob die zweite geplante Röhre nun wirklich gebaut wird oder auf Eis liegt.

Nur sollten und werden sich die deutschen Gasversorger unabhängiger von dem Großlieferanten Russland machen. Dazu ist ein LNG-Terminal in Deutschland sinnvoll. Was die fehlenden Spezialschiffe hierfür erfordert, bin ich zuversichtlich, daß die Werften diese bei Erfordernissen des Marktes auch bauen können. Es ist wie immer nur eine Frage des Geldes und der Rendite.

Ob Russland die Gasförderung tatsächlich in dem Maße aufrecht erhalten bzw. steigern kann, wie dieses Land in vertraglichen Vereinbarungen mit Großabnehmern wie der EU, Türkei oder China vereinbart hat, sei mal dahingestellt. Anscheinend ist der russische Schlendrian mit uneffektiver Ausbeute der Öl- und Gasfelder und unzureichender Technik noch ein großes Problem.

Die sicherlich noch einige Zeit niedrigen Öl- und Gaspreise werden auch nicht dazu beitragen, daß Russland dringend benötigte Devisen für die Modernisierung dieser Industrie erwirtschaftet. Dann muß das Land ja noch die anektierten Gebiete wie die Halbinsel Krim und die anderen beiden östlichen Bezirke der Ukraine, Transnistrien, Abchasien, Südossetien etc. alimentieren und sichern. Das alles kostet natürlich auch eine Menge Geld welches bei der Exploration neuer Gas- und Ölfelder fehlt.

grüsse

jürgen

PS: Sei nicht traurig, daß dein Bundesland nun von einer SED-PDS-Linke-Partei regiert wird. Da können bei manchem schon mal wirre Gedanken aufkommen. Nach der Wahl ist vor der Wahl. ;)
 

AlterNeuer

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#10
Hallo Jürgen,

Hinzu kommt die Verringerung der Abhängigkeit von dem neuen russischen Zaren und seinen möglichen Nachfolgern.
kein Mensch hat das Gegenteil davon behauptet. Wenn es freie Kapazitäten dieser Pipeline gibt, dann ist es doch nur sinnvoll, wenn Gazprom mehr Gas durch diese Röhre liefert, zumal sich der russische Staatskonzern erst vor kurzem mit den deutschen Abnehmern auf Preisnachlässe geeinigt hat.
Hallo Jürgen,

mit dem "russischen Zaren" versuchst Du zumindest Aversionen zu erzeugen, die genau in diese Richtung gehen.
Soweit mir bekannt, hat Russland bisher noch immer Vertragstreue bewiesen. Wenn unterwegs mal Gas geklaut wurde, ist das wieder eine andere Sache.

Gruß
Wolfram

PS: Traurig bin ich ganz gewiss nicht, allerdings ziemlich neugierig (wie eigentlich immer) inwieweit es mit nur einer Stimme Mehrheit möglich ist, eine vernünftige Sachpolitik, so wie hier, zu betreiben.

Gruß
Wolfram
 

nihil-est

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#11
Hallo @claus-juergen ,

deine Zuversicht, " wir bauen een paar Megatanker ", teile ich nun nicht wirklich.
Blick auf wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Nakilat_Q-Max-Klasse

Hier noch schnell eine allgemeine Hilfe bei der Umrechnung. 266.000 Kubikmeter wären etwa 117.000 mt ( metrische Tonnen ).

Weltweit ( mir fällt sofort F ein ) werden neue LPG/LNG Hafenanlagen in Betrieb genommen bzw. erweitert. Wir wissen, Schiffsbaukapazitäten sind begrenzt, extrem im Spezialschifffahrtsbau.


Ändern wir nunmehr den Blickwinkel. Produktionskapazitäten. LPG/LNG fällt ja nicht vom Himmel. Bei weltweit gesteigerter Nachfrage braucht es ja auch eine entsprechende Produktion als auch Beladungskapazität.


So, nun also nochmaliger Anlauf bezüglich der kroatischen Spielzeuganlage. 6/12 Milliarden Kubikmeter. Wo sollen die nicht vorhandenen Schiffe denn zuvor beladen werden? In nicht vorhandenen Häfen, natürlich. Obendrein natürlich auch nicht in Russland.
Golfstaaten sind ausgelastet, bliebe nur " Frackinggas " aus USA/Canada.

Also ich zumindest bleibe da eher bei meiner ( kruden, zugegeben ) Theorie das es sich hier um ne bessere Presseente handelt.
 

AlterNeuer

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#12

nihil-est

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#13
Na, da lag ich doch gar nicht soooo falsch.

South Stream wird eingestellt und zusätzlich die bisherige Pipeline Bulgarien. Macht zusammen 68 Mrd Kubikmeter welche nunmehr in der Türkei auf Verbrauch bzw. Abholung warten. ( vergl. z.B. gestrige Ausgabe der Welt )

Nun zu Krk-Terminal. 1. Ausbaustufe. 4-6Mrd Kubikmeter. Grob 600 Millionen T€uros. Hälfte soll die EU zahlen ( Forderung kroatischer Minister )
Wir brauchen 100 der weltweit vorhanden 200 Schifflein.....ein Problemlein. Alternativ, wir müssen 100 neue Schifflein bezahlen.
Zitat, Golbal Energy: The LNG Project is one of the biggest strategic investments being made in the Republic of Croatia. The project involves the construction of a liquefied natural gas (LNG) terminal in Omisalj on the northern Adriatic island of Krk. The terminal will re-gasify LNG received from selected suppliers through 100 LNG tankers.
Zitat2, wikipedia: Weltweit sind derzeit ca. 200 LNG-Tanker im Einsatz. Neue Schiffe dieser Art werden vorrangig in Südkorea, aber auch in Spanien und Frankreich gebaut. LNG-Tanker werden aufgrund der hohen Baukosten (typisch 200 Mio. US$) für eine Lebensdauer von ca. 40 Jahren konstruiert und meist erst auf Kiel gelegt, wenn eine Langfristcharter (20 Jahre) vorliegt. Aber auch hier ist neuerdings eine Tendenz zur Ausbildung eines Spotmarktes (wie im Erdölgeschäft) zu beobachten.

1 Schifflein kostet 162 Millionen T€uros ( Shell hat für Auslieferung 2017/2018 just bestellt, Baugrösse um 177.000 Kubikmeter )

Ja watt soll ich sagen???? Weil keener die Penuntze/Zaster/Kohle/Kujambels hat für all die Schifflein läuft´s wohl darauf raus das nur ein Pendelverkehr Krk-Türkei stattfinden wird. Also statt Pipeline. Also doch russisches Gas.
In meinen Augen, wär´s nicht sooo traurig, was für die Humorecke.
 

Malin

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Im Grunde bleibt alles beim alten, nur zahlt Russland nichts mehr zu einer Pipeline dazu und man muss schauen, wie man das Gas nach (Süd)Europa bekommt..Dass das Gas später auch woanders her stammen kann sollte aber klar sein und anscheinend wollen gerade die Amerikaner diesen Ausbau in Krk, was schon auf Schiefergas aus den USA hindeuten könnte. Den Ausbau auf Krk (sofern er kommt) sehe ich persönlich zwar eher negativ, andererseits muss sowas halt irgendwo hin und die Infrastruktur ist ja teils schon vorhanden (mitsamt hässlichen Erdölterminals). Und die Trans-Adria-Pipeline von Griechenland über Albanien nach Italien wird ja auch noch gebaut.... (die ist auch nicht für russisches Gas gedacht)
 

AlterNeuer

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burki

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#16
Nachdem ich mich nun tief- und hintergründig mit einigen Zusammenhängen auseinandergesetzt habe, wäre ich glücklich wenn bei diesem Projekt nicht unsere Steuer-Millionen versenkt werden!

Über die Ostsee-Pipeline (eingefädelt von Schröder mit Gazprom) kommt genug Gas für D + für die EU, sodass wir ganz ruhig und zuverlässig im Warmen sitzen werden.

Keiner braucht dieses TERMINAL in Kroatien.

burki
 

Malin

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#17
Urghs, deutsche-wirtschaftsnachrichten...

Naja, steht ja nichts neues drinn. DE wird weiterhin über Northstream versorgt, den Rest kann sich die EU bei der Türkei abholen, oder über die zukünftige Adria Pipeline, oder als Flüsiggasimport aus anderen Ländern. Putin brennt finanziell, so wundert es mich nicht, dass er keine Milliarden in die Pipeline investieren möchte.

@burki: Ich bin schon dafür, dass sich Europa unabhängiger vom russischen Gas macht und dafür muss man auch relativ schnell reagieren. Die Zahlen der Gasterminals auf Krk klingen wenig, aber sie könnten schon mal einen Teil ersetzen. DE kann imo auch schlecht ganz Europa versorgen, davon abgesehen, dass immer noch die Gefahr besteht, dass Putin den Rohstoff zukünftig als Waffe benutzt. Wenns aus der northstream pipeline nur noch tröpfelt..... Dann wäre man froh um jede bereits installierte Alternative. Aber ich müsste mich weiter einlesen, vor allem wie die Verteilung von DE aus funktioniert.
 

burki

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#18
@Malin - ja du musst dich weiter einlesen... :)

Welchen Grund gib es eigentlich der Presse einfach nachzuplappern, dass wir uns von den "bösen" Russen unabhängig machen sollen, weil...

...ich bräuchte mal eine seriöse Zeitungsmeldung, dass Russland in den letzten 20 Jahren seine vertraglichen Verpflichtungen über die Gas-Lieferungen nicht nachgekommen ist...

Nun, dass die Ukrainer die Russen um über 5 Mrd (Milliarden) US-Dollar Gas geklaut haben, scheint mir verständlich, dass man den Hahn zudreht!

Wenn du die Zusammenhänge ernsthaft verstehen willst musst du tiefer die Ukraine-Krise analysieren.

Tja, so eine kleine Meldung über ein Gas-Terminal in Kroatien kann man auch nicht losgelöst von der europäischen Entwicklung betrachten, dass ist mir zumindest klar geworden.

Ein paar tiefere Einsichten auf hier dargestellte Postings zur Klarstellung hätte ich schon, bin aber froh, dass wir ein Urlaubsforum sind. :)

burki
 
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AlterNeuer

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claus-juergen

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#20
Hallo Wolli,

national betrachtet glaube ich, daß wir durch die bestehenden Leitungen einschließlich Noth Stream mit Gas gut versorgt sind. Das ist jedoch nur eine Momentaufnahme und dabei wird die internationale Vernetzung der Wirtschaft außen vor gelassen. Beim Gasnetz benötigen wir tatsächlich ein europaweites Netz mit Transportmöglichkeiten in beide Richtungen. Daran fehlt es nach wie vor.

Hallo Burki,

die Mär vom "bösen Russen" stimmt so nicht. Russland oder zuvor die UdSSR haben sich bisher tatsächlich Deutschland gegenüber immer an die vertraglichen Vereinbarungen bezüglich der Lieferung von Gas gehalten. Nur erlebt derzeit der kalte Krieg anscheinend eine Neuauflage, was hier auch gar nicht bezüglich möglicher Ursachen diskutiert werden soll. Unter diesen Voraussetzungen und aufgrund der Tatsache, daß derzeit Transitländer beteiligt sind, ist es erforderlich, sich auch nach anderen Lieferanten umzusehen bzw. den Markt zu beobachten und danach zu handeln. Erdgas reicht ja nach Expertenmeinung noch wesentlich länger als Erdöl. Zudem kann es heute unter wirtschaftlichen Bedingungen recht preiswert und einfach überall zu Bioerdgas synthetisiert werden. Ein nationales weit verzweigtes Netz dafür existiert ja schon. Also warum nicht andere Möglichkeiten ausloten.

grüsse

jürgen
 
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