50.000 Kroaten sind im jahr 2015 nach Deutschland ausgewandert

claus-juergen

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#1
hallo miteinander,

die FAZ hat heute eine Statistik der Zuwanderung von EU-Ausländern nach Deutschland veröffentlicht. Demnach sind im letzten Jahr 50.000 Kroaten nach Deutschland ausgewandert. Die meisten Zuwanderer kommen zwar aus Polen, Rumänien und Bulgarien. Wenn man allerdings die geringe Einwohnerzahl Kroatiens berücksichtigt, sind das schon sehr viele. Zeigen diese Zahlen doch, daß all diese Menschen keine wirtschaftliche Zukunft in ihrem Heimatland sehen. Hier ist die Politik gefragt. Für uns in Deutschland dürften die meisten Zuwanderer ein Gewinn sein, weil hier Arbeitskräfte zuwandern, die noch dazu den Steuersäckel von Schäuble füllen. ;)

http://www.faz.net/aktuell/politik/...wie-nie-ziehen-nach-deutschland-14320208.html

grüsse

jürgen
 

MaSaNaKi

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#3
JA das ist wirklich schade, auch wir haben einem Freund aus HR geholfen hier Fuß zu finden! Er sagt immer wieder hier in D ist es auch nicht einfacher aber die Menschen haben mehr Möglichkeiten vor allem auch die Jungen! Das ist nicht nur auf Job bezogen sondern auch auf Freizeit Angebote usw!

Ich würde trotzdem gerne in die andere Richtung auswandern, nach HR :D
 

claus-juergen

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#4
Hallo Jürgen,

Ja,leider wandern viele ab.Mein Neffe ist auch dabei.:(
hallo Angelika,

gut für uns und nicht ganz so schlecht für Kroatien. Schließlich zahlt das Land in solchen Fällen keine Sozialleistungen und der Neffe bringt Geld nach Hause, wo auch immer dieses "Zuhause" für ihn künftig sein wird. Die EU machts möglich. Sind wir froh, daß wir keine britischen Verhältnisse haben zumal sich dieses Land vermutlich bald in "Klein-Britannien" umbenennen muß. ;)

grüsse

jürgen
 

nihil-est

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#5
Mojen @claus-juergen ,

grundsätzlich soll man ja keiner Statistik trauen und schon lange auch nicht jeder Pressemeldung.

Zur Verdeutlichung habe ich einmal zwei sich scheinbar widersprechende Statistiken am Beispiel Kroatiens ( leider 2014 und nicht 2015 ) da gratis rausgesucht.
1.) http://de.statista.com/statistik/da...uege-nach-deutschland-nach-herkunftslaendern/
Das unterstreicht zuerst einmal deinen Link mit der Pressemeldung. Also die Erhebungsart der Statistik bzw Pressemeldung.

2.) http://de.statista.com/statistik/da...wanderungen-und-auswanderungen-fuer-kroatien/
Urplötzlich sind es viel weniger? Kann das sein? Falls andem - warum?
Hierzu bitte auch " Mehr erfahren " klicken! Da steht die Erklärung.

Wer in der Handhabung von Statista es nicht direkt findet:
Langfristige Wanderungsbewegungen werden definiert als dauerhafte Verlagerung des Lebensmittelpunktes. Dies bedeutet, dass nur Daten von Personen in die Statistik einfließen, die mindestens 12 Monate im Aufnahmeland gemeldet waren. Diese Art der Datenerhebung wird allgemein im Vergleich zu der bloßen Zuzugsstatistik als zuverlässiger bewertet.
Bei den Zuzugsstatistiken der nationalen Statistikämter handelt es sich oftmals (je nach Land) um eine reine "Fallstatistik" und um keine "Personenstatistik". Bei einer Fallstatistik wird nur die reine Fallzahl ermittelt, unabhängig von der Person und daher können mehrere Zuzüge auf dieselbe Person entfallen.


Ich hoffe dies (er)klärt ein bisserl die reale Situation etwas genauer.


Gruss

Gerd
 

claus-juergen

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#6
hallo Gerd,

der Spruch "Traue keiner Statistik, die du nicht..." kennt ja ein jeder. Trotzdem meine ich unabhängig von den Zahlen, daß der Trend schon stimmt. Aus den Olivenstaaten wandern nun mal mehr Menschen zu uns ab, weil sie sich hier bessere wirtschaftliche Verhältnisse durch Arbeit erhoffen. Fakt ist auch, daß es eine nicht zu vernachlässigende Dunkelziffer gibt. Gerade bei uns in Süddeutschland sind viele Kroaten auf dem Bau beschäftigt. Die arbeiten hier für ein paar Wochen, teils schwarz und sind dann wieder einige Zeit zuhause. Diejenigen sind natürlich nicht gemeldet, weil sie bei Bekannten unterkommen und sind somit auch nicht in der zitierten Statistik enthalten.

Viele von denen bleiben irgendwann endgültig hier und gründen Familien. Netto werden wir bei anhaltend guter Binnenkonjunktur eine Zuwanderung haben und Kroatien Einwohner verlieren. Schrumpft die Bevölkerung ergeben sich große Probleme für solche Länder. Selbst bei uns gibt es Hochrechnungen bis in alle Ewigkeit. Wir werden sehen, wie sich die Wanderungsbewegungen in Europa in den nächsten Jahren verändern.

Kroatien hat jedenfalls diesbezüglich Handlungsbedarf. Allein mit Sommertourismus kann man keinen Staat machen.

grüsse

jürgen
 

nihil-est

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#7
Mojen Jürgen,

natürlich stimmt die Tendenz. Nur eben die Grössenordnung nicht.
So wir legal Beschäftigte in klassischen Saisonbranchen wie Gastronomie nehmen ( Winter Bayern, Sommer Kroatien, Herbst Sylt ) hätte 1 Person ja 2x eine Einwanderung gemacht innerhalb des Jahres.

Nur darauf wollte ich an sich einmal hinweisen.


Gruss

Gerd
 
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