Grundstücksgestze in Kroatien für Investoren

jadran

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#2
dieses problem ist schon länger bekannt.
man versucht schnelle verkäufe rückgängig zu machen.

mehrfach wurde das schon in zeitschriften veröffentlich.


jadran
 

Christl

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#3
natürlich ist das schon länger bekannt, aber in dem Zeitungsartikel von HEUTE, geht auch darum, dass zum Monatsende die Fristen ablaufen um diese Grundstücke zu pachten, aber weder Preise bekannt sind, noch der Verfahrensablauf geregelt ist
 

Marius

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#4
Danke für den Link, ich wusste das nicht.
Grundsätzlich finde ich den Ansatz eher gut, wenn man vermeiden möchte, dass irgendwann mal Verhältnisse wie am Wörther See herrschen, wo es noch einige wenige öffentlich zugängliche Badeplätze gibt und der Großteil des Seeufers in Privatbesitz ist, fein säuberlich eingezäunt...
Völlig sicher bin ich allerdings noch nicht, was ich davon halten soll, denn diese Information ist mir wie gesagt noch neu, und ich habe noch nicht ausreichend darüber nachgedacht. :)
 

Christl

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#5
ich persönlich finde das ganze nicht richtig durchdacht, wenn es so ist, wie im Zeitungsbericht.
Wie sollen z.B. Campingplatzpächter planen, wenn sie nicht wissen wo und wie sie an die Grundstücke kommen, wieviel Pacht sie kosten und die Saison steht vor der Tür?

Siehe Kažela und viele Hotels und Camps z.B. in Rovinj und Vrsar, die teilweise keine Reservierungen annehmen( können )
 

Marius

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#6
"Durchdacht" sieht natürlich anders aus, der Ablauf scheint ja eher chaotisch zu sein :)
Ich meinte nur, dass mir die grundsätzliche Idee nicht so unsympathisch ist. Zumindest zwingt es jetzt alle Beteiligten dazu, ein für alle mal die Besitzverhältnisse zu klären...
Vermutlich gibt's - das wäre typisch kroatisch - einige Campingplatzbetreiber, die sich auf eine Art "Gewohnheitsrecht" stützen, denen geht's halt jetzt an den Kragen, das kann gut möglich sein. Wer allerdings bisher saubere Geschäfte machte mit einer definierten jährlichen Pacht, der wird auch weiterhin wirtschaften könenn, davon bin ich überzeugt.

Andererseits, keine Ahnung :)
 

jadran

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#7
nein nein nein, es gibt hier in croatien ganz andere regeln und gesetze scheinbar.
scheinbar ist es so, wer über einen längeren zeitraum ein grundstück bearbeitet und zusätzlich 3 zeugen bringt das er diese liegenschaft bearbeitet üben einen längeren zeitraum hat einen rechstanspruch auf diesen grund und boden.

dieses problem ist schwer zu verstehn und basiert auf sehr alte gesetze

oft sind liegenschaften, grundstücke, wo es 50 bis 100 eigentümer gibt, somit stellt sich die frage wer kann das je noch klären ?

jadran
 

Marius

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#8
Naja, wenn es jemals solche Gesetze gab (was ich bezweifle, denn ich gehe davon aus, dass Gewohnheitsrechte wie auch in A oder D fast ausschließlich beim Wegerecht zur Anwendung kommen), dann ist ja jetzt wohl die Zeit angebrochen, wo das beendet würde.

Und das ist ja grundsätzlich erst mal gut, so aus meiner Laiensicht heraus, ohne Jurist zu sein. :)
 

jadran

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#9
meine gemachte aussage ist verbindlich, denn es werden von mir in der sache prozesse an croatischen gerichten geführt.


wer mehr info dazu haben möchte, kann mich privat anschreiben.

jadran
 

Marius

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#10
Hmmm, jadran, dann verstehe ich aber nicht, dass du keine konkreten Angaben dazu machen kannst. Ich sage doch, dass das nciht mein Spezialgebiet ist und dass ich nur Vermutungen auf Basis einer umfangreichen Allgemeinbildung, guter Beobachtungsgabe und fundiertem Hausverstand aufstelle. ;-)

Da du aber gerade einen diesbezüglichen Prozess führst, sollte doch deine Formulierung nicht "scheinbar gibt es da irgendein Gesetz" lauten, sondern "der oder die beruft sich auf dieses oder jenes Gesetz und verlangt nun dies oder das". Also, schieß los, du musst ja nicht in persönliche Details gehen, Gesetze kann man doch recht allgemein beschreiben. :)
 

jadran

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#11
also noch mal ich hoffe jetzt verständlich.
wer mehr berechtigte infos dazu haben möchte soll mich privat ansprechen. das hier offen zu schreiben sprengt den rahmen des forum.
auch sind diese probleme den gerichten und rechtsanwälten zu gut bekannt in croatien.
es geht hier nicht um ein wegerecht denn ca. 30000 m2 ist kein weg.
das wort scheinbar wurde bewust gewählt, denn der grund und boden wurde an den neuen privaten eigentümer übertragen wo ich gegen klage.

jadran
 

Ursie

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#12
Hallo Marius, das meine ich auch. Gibt es aktuell ein µGesetz, wo der Zugang zum Gewässer gewährt wird fuer alle Bürger d.h ein Uferweg und gegliche Bauten in 100 Meter Entfernung. Dies Geetz heisst in Frankreich das Küstengesetz und wurde 1986 verabschiedet und der Staat kauft Küstenabschnittte zurück und richtet geschützte Zonen ein, fuer die Oeffentlichkeit zugänglich.Vor allem schon existierende Campingplätze werden mit Neuauflagen wieder geöffnet oder werden geschlossen. Und manche befinden sich in Zonen, die überschwemmt werden koennen. Man muss vielleicht es aus der Sicht sehen, dass auch Vermögensverhältnisse jetzt abgeklärt werden, da der Staéat zur Zeit grosse Anlagen verkauft, steht auf den Seiten des Tourismusministeriums. Vielleicht macht die EU diesbezüglich Auflagen. Man hat es ja gesehen, wie Kroatien den Meereszugang bei Koper zugesprochen bekommen hat nund wo die Fischfanggebiete genau definiert sind. Die Kornatengruppe ist ja Nationalparkgebiet und vielleicht existierten zur Zeit Gesetzesvorlagen, die auch an anderen Teilen der Küste in Kraft treten. Es stimmt es gibt noch Gesetze , die davon sprechen, wenn eine Person Brachland bestellt hat kann es ihm zugesprochen werden,falls es keinen Besitzer gibt, aber ich meine in Kroatien wird noch alles abgeklärt, was in den letzten 65 Jahren kein Thema war. Die jetzigen Enkel und Urenkel der kroatischen Auswanderer,die vor 50 Jahren weg sind, können ja noch Besitzansprüche geltend machen in Kroatien und dann noch später in Serbien bei eventuellem EU Beitritt. Vielleicht kannst du mal auf den Seiten des kroatischen Umweltministeriums dich erkundigen . Viele Gruesse von Ursie
 

JoJo40

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#13
So oder so ... Umsetzung des Gesetzes dilletantisch ...

Erstaunlich, dass sich erst jetzt so aufgeregt wird.

Beschlossen wurde dies Gesetz vor genau einem Jahr. Direkt danach wurde sowohl von den kroatischen Tourismus Unternehmen als auch von den Arbeitgeberverbänden vor der Umsetzung gewarnt.

Man hat dies Gesetz ja auch nachgebessert, ob nun 2,5 oder 5 kn pro qm Pacht/Jahr bezahlt werden sollen/müssen, oder die Obergrenze 0,66% des Jahresumsatzes nicht übersteigen darf - dies ist (wahrscheinlich ??) Auslegungssache. Ebenso ob sich Kommunen noch mit an dieser Pacht beteiligen können um auch ihr Säckel etwas aufzufüllen ist umstritten.
Ob der Pachtvertag für 20 oder 50 Jahre gelten wird, scheint ebenfalls umstritten.

Klar ist, diese Verträge würden dem Staat jährlich höhere 3 stellige Millionenbeträge einbringen. Und so ein Vertrag schnell vor dem EU Beitritt auf 50 Jahre festgelegt hat ja auch seine Vorteile. ;) (Ein Schelm wer böses dabei denkt)

Die Zahlen und Daten die ich nenne sind mehr oder minder ohne Gewähr, da sich sowohl kroatische Ministerien als auch Medien widersprechen. 8)

Klar ist aber, dass mittlerweile in vielen Medien/Foren davor gewarnt wird, Vorauszahlungen für Campingplätze und Hotels für das Jahr 2011 zu bezahlen.
Ob dies Gesetz nun Sinn macht oder nicht, allein die Durchführung mit dem damit event. verbundenem Schaden für die Tourismusbranche ist dilettantisch.

Freuen wird dies die privaten Vermieter von Ferienwohnungen und Zimmern, denn ihre oft im „dunklen“ geführten Geschäfte werden weiter boomen.

Gruß Jürgen
 

Conrad

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#15
Hallo JoJo!

Ich sehe in den "Infos von Istrien-Nachrichten" eine perfide DESINFORMATION und frage mich wer oder was steckt dahinter. Darin ist die Rede von einer NEUEN ABGABE ??? obwohl die Herrschaften genau wissen, daß es sich um das ENDLICH verabschiedete GESETZ "Zakon o turističkom zemljištu i...." (Link: http://narodne-novine.nn.hr/default.aspx ) handelt. Sie (die Touristikkonzerne) HABEN BIS DATO sooo schön und günstig OHNE MIETGEBÜHREN "gearbeitet" und jetzt, oh Schreck, müssen sie sogar Konzession für die Meeresgründstücke entrichten.!!
Einige hatten tatsächlich geglaubt, bei der s.g. "Privatisierung" auch das Eigentum an kostbarsten "Filetstücken" (Tausenden von Meeresgrundstücken) erworben zu haben. Trotz massiver Widerstände konnte sich die Einsicht durchsetzen, daß Kroatien diese NICHTVERMEHRBAREN riesigen Meeresstreifen NICHT verkaufen kann! Bitte , befaßt euch mal mit dem Wortlaut des Gesetzes!!
Die "Mietgebühren" wurden natürlich auch bis DATO bezahlt, nur weiß ICH NICHT, in wessen Taschen sie geflossen sind. Die obengenannten Herrschaften wissen das sehr wohl, nur sagen können sie es nicht.

Und nun zu der Frage: wer wird die Zeche zahlen? Wir natürlich, wie IMMER! Nur SOLL die "KOHLE" endlich mal auch zur Sicherung der Existenz der nachkommenden Genrationen verwendet werden!

Jeder von uns kennt die abschreckenden Beispiele wie man es NICHT machen soll: Spanien, Italien, Griechenland etc.

LG Conrad
 
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#16
und das Beste war noch, dass die Campingplatzbesitzer oder Hotelbesitzer, welche sich "kostenlose" Strandzugänge gesichert hatten, auch noch für das öffentliche kroatische Gut "Küste" entweder Zutritt verlangt haben (für nicht Hotelgäste) oder gar den Zutritt ganz verweigern, und das obwohl Sie wissen, dass Sie niemanden den Weg zum Strand oder Meer verbieten können.

Ich für mich bin froh, das hier eine Art der Kompensation gefunden wurde. Und ich gebe JoJo recht und hoffe das diese Gelder vernünftig verwendet werden.
 
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