Kroatien und Slowenien – Dumm und Dümmer

InIstrien

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#1
Pirangate heißt die neueste Affäre der hohen Politik zwischen den zwei benachbarten Ex-Jugo-Staaten und EU-Mitgliedern Kroatien und Slowenien. Sie ist eine von dreien, die wir hier kurz beschreiben werden, um zu illustrieren, was für Leuchten in beiden Ländern seit Jahren an der Spitze sitzen, und um Hollywood-Produzenten eventuell eine Idee für eine Blockbuster-Komödie zu liefern, bei der auch die Schönheiten der Natur der gemeinsamen Halbinsel Istrien nicht zu kurz kommen sollten. Wir rangieren die Affären hier wissenschaftlich, nach Menge an Dummheit. http://www.inistrien.de/aktuelles/kroatien-und-slowenien-dumm-und-duemmer/
 

Janez

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#2
OMV steigt aus Adria-Plänen aus
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Österreichischer Konzern gibt Lizenzen für sieben Konzessionsgebiete auf. Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV steigt aus dem Bohrprojekt in der kroatischen Adria aus. Die OMV und ihr US-Partner Marathon Oil, die sich sieben Lizenzen für die Erkundung von Öl- und Gasvorkommen gesichert haben, werden die Konzessionsverträge nicht unterzeichnen. Die OMV bestätigte entsprechende kroatische Medienberichte auf Anfrage.

Grenzstreit
Der Grund für den Ausstieg ist Berichten zufolge die ungelöste Grenzfrage zwischen Kroatien und Montenegro. Die Chefin der kroatischen Agentur für Kohlenwasserstoffe, Barbara Doric, bestätigte den Rückzug der Österreicher und Amerikaner. "Für sie waren die Sicherheiten, die wir in diesem Moment im Zusammenhang mit dem möglichen Problem um die Grenze mit Montenegro anbieten könnten, nicht akzeptabel", sagte sie zum kroatischen Privatsender RTL.

Ein OMV-Sprecher führte im Gespräch als Grund an, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für ein langfristiges Investment nicht gegeben seien. Angesichts des niedrigen Ölpreises sei die gesamte Industrie gezwungen, ihre Investitionsentscheidungen zu hinterfragen.

Kroatien will die Lizenzen für die sieben Konzessionsgebiete vor der kroatischen Küste jetzt neu ausschreiben. Man rechnet damit, ähnliche, wenn nicht sogar bessere Angebote zu bekommen, so Doric.

Die OMV und Marathon Oil hatten sich sieben der insgesamt zehn Lizenzen gesichert. Laut RTL hatten sie in das Projekt bisher 10 Mio. US-Dollar (9,07 Mio. Euro) investiert. Die Verträge mit anderen Unternehmen werden laut der Agenturchefin voraussichtlich Anfang September unterzeichnet.

Zu dem Ausstieg der OMV kommt es eine Woche nach dem erneuten Ausbruch der jahrzehntelangen Grenzstreitigkeiten zwischen Kroatien und Slowenien. Kroatische Medien sehen die Entscheidung des österreichischen Konzerns als eine mögliche Folge des Grenzstreits. Kroatien streitet mit all seinen Nachbarn, mit denen man früher gemeinsam in Ex-Jugoslawien war, um die Grenze.

Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßte den Ausstieg der OMV. "Im Sinne der unternehmerischen Verantwortung ist das Bohrprojekt mit den zehn Konzessionsgebieten vor dem kroatischen Urlaubsparadies unvertretbar", hieß es in einer Aussendung. In einer GLOBAL 2000-Petition hatten mehr als 5.700 Österreicher den Konzern aufgerufen, die Konzessionsverträge mit Kroatien nicht zu unterzeichnen. Auch Greenpeace sieht die Entscheidung der OMV als "ein wichtiger Schritt für den Schutz der Adria".

http://money.oe24.at/Topbusiness/OMV-steigt-aus-Adria-Plaenen-aus/198227976
 

Janez

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#3
hehe der Balkan ist endgültig in Europa angekommen.Ein prosit auf die Pfeifen südlich der Karavanken.Ist zum Fremdschämen.

Grenzstreit: Kroatien lässt Schiedsverfahren mit Slowenien platzen

Ein internationales Schiedsgericht sollte eigentlich den Grenzstreit zwischen Kroatien und Slowenien schlichten. Doch Kroatien ist ausgestiegen - weil Slowenien geheime Informationen ausgeplaudert haben soll.






Jahrzehntelang streiten Slowenien und Kroatien nun schon um die Grenze in der Bucht von Piran - seit sechs Jahren vermittelt sogar ein Schiedsgericht der Europäischen Union. Jetzt lässt das kroatische Parlament das internationale Verfahren platzen.



Die slowenische Bevölkerung hatte 2010 einem Abkommen mit Kroatien zur Schlichtung des Grenzstreits in einer Volksabstimmung zugestimmt. Seitdem ist das internationale Schiedsgericht im Einsatz. Die Kommission hätte unter Führung der EU eine Entscheidung treffen sollen, wo die umstrittene Grenze in der Bucht von Piran auf der Halbinsel Istrien in der nördlichen Adria verläuft.
Das kroatische Parlament hat nun aber einstimmig den Beschluss gefasst, das Verfahren zu beenden. Der Grund für den rechtlich umstrittenen Schritt: Angeblich soll der slowenische Vertreter im fünfköpfigen Schiedsgericht geheime Informationen aus dem Prozess ausgeplaudert haben. Nach Angaben aller Parlamentsparteien sowie der kroatischen Regierung sollen kroatische Geheimdienste entsprechende Telefonate abgehört haben.

Nach deren Informationen soll das schon gefällte, aber noch nicht veröffentlichte Urteil Slowenien zwei Drittel der Piran-Bucht zusprechen. Damit erhielte das kleine Land Zugang zu internationalen Gewässern.

Der slowenische Schiedsrichter und eine Expertin im Außenministerium waren nach dem Skandal zurückgetreten. Slowenien hatte am Vortag einen neuen Vertreter bestellt und behauptet, Kroatien könne nach internationalem Recht das Verfahren nicht einseitig beenden.

Eine EU-Sprecherin hatte das Land kurz vor dem Parlamentsbeschluss eindringlich aufgefordert, nicht aus dem Schiedsverfahren auszuscheiden. Eigentlich hatten sich beide Seiten 2009 verpflichtet, den Schiedsspruch als letzte Instanz uneingeschränkt anzuerkennen.

http://www.spiegel.de/politik/ausla...erfahren-mit-slowenien-platzen-a-1045905.html
 

Rovinj Fan

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#4
Es ist überall das gleiche die Menschen sind Egal es zählt nur das Machtstreben der Politiker ob in Kroatien, Deutschland usw. ein Grund mehr das wie Bürger in der EU zusammenhalten.

LG Helmut
 
B

bruce

Guest
#5
Aus der Geschichte nichts gelernt...?
Da sieht man wieder, wenn es um Territorien geht, hört sich der Spass auf, dabei wäre es ein Zeichen der Großzügigkeit und der Zusammengehörigkeit, wenn Kroatien auf dieses Fleckchen Meer verzichten würde!
Was kratzt es Kroatien wenn es so ein bisschen Meer herschenkt.
Was steckt da wohl dahinter!? :(
 

Christl

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#7
Hallo Bruce,

Slowenien erhebt ja auch Anspruch auf das Territorium bis zur Mirna.
Und da sind u.a. die Bewohner von Umag, Novigrad usw absolut nicht einverstanden.
 

frank2.0

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#9
Es geht um handfeste wirtschaftliche Interessen. Bekommt Slowenien 2/3 der Piran-Bucht, haben sie einen Zugang zu internationalen Gewässern und das ist für den Hochseehafen Koper, der immer mehr ausgebaut wird von enormer Wichtigkeit. Bekommen sie nur die Hälfte der Bucht, ist kein Zugang zu den internationalen Gewässern möglich und die Schiffe müssen immer durch kroatisches oder italienisches "Wasserterritorium".
Im früheren Jugoslawien war Rijeka die Nr.1 bei den Häfen und Koper völlig unbedeutend. Slowenien hat nun voll auf Koper gesetzt, die Autobahn nach Ljubljana ausgebaut (aber nicht die in Richtung Rijeka und Istrien!) usw. Und man hat Erfolg, denn z.B. für Österreich ist Koper mittlerweile der wichtigste Anlaufhafen für In-und Export - vor Hamburg, Bremen und Constanza. Koper hat deswegen eine eigene Handelsniederlassung in Wien. Und die Autobahn von Koper nach Ljubljana mit der Weiterführung nach Maribor, Graz und Budapest wird auch immer mehr befahren von LKWs, welche Fracht zum Hafen Koper hin und herfahren und damit auch ordentlich Maut für die slowenische Autobahn zahlen. Das muß man den Slowenen schon lassen-das haben sie gut hinbekommen! Der Zugang zu internationalen Gewässern wäre dann noch das i-Tüpfelchen in dem Puzzle. Nachzulesen ist das übrigens alles in dem sehr schönen und informativen Buch "Istrien-eine Liebeserklärung an das Land, seine Menschen und seine Kultur" von Goldschmid, erschienen 2013.
 
B

bruce

Guest
#10
Warum schenkt nicht auch Italien "ein bisschen wertloses Stück Meer" her? Das wäre ja nur fair. :)
Teile durchaus deine Ironie,lieber Mario.
Wenn die Nationen ganz egal welcher Natur, nicht so penetrant immer ihre Grenze abstecken würden, dann wären wohl nicht so viele Kriege auf unseren Köpfen ausgetragen worden und werden noch immer...
Übrigens für alle politisch Interessierten, speziell dieser Regionen würde ich gerne diese Dokumentation nahe legen, es ist gar nicht so lange her, da haben diese Länder noch die Köpfe eingeschlagen.., unvorstellbar zu was Menschen fähig sind!

http://tv.orf.at/orf3/stories/2719061/
 
B

bruce

Guest
#12
Der jüngste EU Staat huldigt den Krieg, kein Wort der Versöhnung, keinWort über die eigenen Schandtaten!
Wie soll da jemals"ein Europa" der Vielfalt und der Einheit entstehen!
Wo sind die kritischen Stimmen, wo bleibt das Gewissen und die Menschlichkeit.
Solch monströse Militärparaden sind sicherlich nicht dienlich, für Friedensprozesse und einer Aufarbeitung, der auf beiden Seiten schrecklichen Taten!
Scheinbar bin ich hier Alleinunterhalter, aber ich kann nicht anders...
Habe selbst bei unserem Urlaub in Starigrad/Velebit mit einen ehemaligen kroatischen Soldaten über diesen Krieg geredet, er war "manns genug" die richtigen Worte zu finden, tränenerstickt hat er die Sinnlosigkeit dieser furchtbaren Ereignisse geschildert....
http://www.pressreader.com/austria/der-standard/20150805/281621009050853/TextView
 
J

Jackman

Guest
#13
Bist hier nicht der Alleinunterhalter bruce, ich sehe das genauso.
Bei allem Verständnis dafür, ein Kriegsende und seine Unabhängigkeit zu feiern,
sollte der Blick aber immer auch nach vorne gerichtet sein, in Richtung vereintes Europa
im Frieden mit seinen Nachbarn.
 

dalmatiner

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#14
Der Streit soll nun mit einem Schiedsspruch zwischen Slowenien und Kroatien beendet sein und Ende April 2017 veröffentlich werden,lese ich heute in der glasistre.Gruss Traudl
 
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