Staat verkauft Werften - Uljanik bleibt staatlich

Franto

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#1
Der kroatische Staat hat nun eine Liste der zu verkaufenden (meist notleidenden) Schiffswerften erstellt. Teilweise sollen dafür schon konkrete Interessenten aus dem Ausland namhaft sein: Für die Werft »3. Maj« in Rijeka interessiert sich danach das österreichische Maschinenbaukonglomerat A-Tech von Mirko Kovac.
Den Berichten zufolge ist vom Abverkauf die Pulaner Werft »Uljanik« ausgenommen. Sie soll weiter in staatlicher Hand bleiben. Anscheinend von allen 5 Adriawerfen die noch am besten geführte...
 
F

Frank1

Guest
#5
Das sind in der Tat interessante Neuigkeiten, denn an dieser Geschichte hängt auch der EU-Beitritt des Landes und es zeigt deutlich daß es der kroatische Staat ernst meint und man jetzt wirklich in die Europäische Union möchte. Hoffentlich gehen nicht zu viele Arbeitsplätze drauf.

LG Frank
 

Franto

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#8
Wirklich nicht schön!

Wer weiss was wirklich dahinter steckt.......... :(
Nun ja, warum soll es mit den veralteten und noch dazu schlecht geführten kroatischen Werften mit militanter Arbeiterschaft besser gehen, als - sagen wir - der in jeder Hinsicht wesentlich besseren in Rostok? Ganz einfach Überkapazitäten die europa- und schon gar nicht weltweit jemand braucht - und der kroatische Staat sich gar nicht als Luxus leisten kann...Da nützt alles Vergießen von imaginären Zähren so wenig wie Gesundbeterei und "Wünsch' ich mir gerne 'was".

Übrigens: Der angebliche österreichische Interessent für die »3 Maj« in Rijeka , die A-Tech des Mirko Kovats, schrämmt gerade in die Insolvenz. Ich hatte das vor mehr als einem Monat aus Bankenkreisen erfahren - und seit zwei Wochen ist es ohnedies öffentlich.
 

iTom

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#11
Übrigens: Der angebliche österreichische Interessent für die »3 Maj« in Rijeka , die A-Tech des Mirko Kovats, schrämmt gerade in die Insolvenz. Ich hatte das vor mehr als einem Monat aus Bankenkreisen erfahren - und seit zwei Wochen ist es ohnedies öffentlich.
Das wird Mirko Kovats nicht davon abhalten diese Werften zu kaufen, das macht der mit links, dann Förderungen kassieren, schnelles Geld machen und dann verschrotten und vom Staat "retten lassen". So machen das die sogenannten "Sanierer". in Ö kommt der sicher bei der Insolvenz von A-Tech sicher wieder ohne Schramme raus nur die Arbeitsplätze und die die geschufftet haben, bleiben über ;-(

aber Kovats gibts genug die in Kroatien auf Beutefang sind, auch bei den Immobilien, leider

Thomas
 

Franto

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Das wird Mirko Kovats nicht davon abhalten diese Werften zu kaufen, das macht der mit links, dann Förderungen kassieren, schnelles Geld machen und dann verschrotten und vom Staat "retten lassen". So machen das die sogenannten "Sanierer". in Ö kommt der sicher bei der Insolvenz von A-Tech sicher wieder ohne Schramme raus nur die Arbeitsplätze und die die geschufftet haben, bleiben über ;-(

aber Kovats gibts genug die in Kroatien auf Beutefang sind, auch bei den Immobilien, leider

Thomas
Schön artig das eingelernte Klassenkrampf - äh Klassenkampfg'satzerl aufgesagt, nur: Kovats wird weder die Werft kaufen können weil ihm keine Bank mehr einen Kredit gibt, noch die Regierung in Zagreb ohne Bankgarantie ohnedies dem Schlitzohr nicht verkaufen würde und schlussendlich die Werft ziemlich sicher unsanierbar und deshalb zuzusperren ist. Merke dir: Solche Betriebe leben von mindestens KOsten deckenden Aufträgen von Kunden und wettbewerbsfähigen Preisen - das dir zur Einführung in ganz normale Marktwirtschaft.

In Österreich dürfte Kovats nun sein Herzstück, die AE & E - die er einst aus der Masse der pleite gegangenen Babcock gekauft hatte -, verlieren: Die Banken verlangen schon zur Überbrückung von ihm eine finanzielle Beteiligung - und die will er zumindest bisher nicht geben. Die Verluste der AE & E und damit deren drohender Konkurs wurde durch enorme Kostenüberschreitungen bei australischen Projekten verursacht - aber nicht weil der Kovats daraus große Gewinne abgeschöpft hätte. Das nur zur Klarstellung. (Dass Kovats jüngst ein seltsames Buch veröffenbtlicht hatte, in dem er große wirtschaftliche Ratschläge an Regierung und Unternehmer erteilt ist ein besonderer Scherz).

EDIT: Wie schon vor einer Woche voraus gesagt: Sowohl die A-Tech Holding des Herrn Kovats wie nunmehr auch seine größte Tochter, die AE&E, sind in der Insolvenz. Für Letztere wurde vergeblich ein neuer Investor gesucht - Der einzig ernst zu nehmende Interessent, die Andritz AG, denkt nicht daran, den vom Insolventverwalter verlangten Preis zu bezahlen. Sie will nur frisches Geld in die Firma nach einer Übernahme einschließen um den Betrieb in der Nähe von Graz weiter zu führen....
 
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