Wirtschaftliche Lage in Kroatien düster?

teleskopix

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#1
Wirtschaftliche Lage in Kroatien düster

Die wirtschaftliche Lage in Kroatien ist finsterer als je zuvor. Die neue Regierung soll es richten. Der neue starke Mann ist ehemaliger Manager in der Pharmaindustrie, Tihomir Oreskovic. Er hat fast sein ganzes Leben in Kanada verbracht und war der kroatischen Öffentlichkeit bis vor kurzem völlig unbekannt. 20 Minister führt der neue Ministerpräsident an, aber wird er all die Reformen umsetzen können, die die Nationalbank eingefordert hat?
http://apasfpd.apa.at/cms-worldwide...04___er_ORF1HiRes_00145424P_00173609P_Q6A.mp4
bzw.
http://tvthek.orf.at/program/ZIB-24/1225/ZIB-24/11749882
Der 2te Link geht nur 4 Tage, der 1te Link ist der eigentliche Server auf dem das kurze Video 2.41 Min. liegt
 

claus-juergen

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#3
Eine große Chance für Kroatien, ich würde mir auch in Deutschland Politiker wünschen, die aus der freien Wirtschaft kommen und sich dort bewährt haben!
hallo Kugelfisch,

aus der freien Wirtschaft geht schon im allgemeinen deshalb keiner in die Politik, weil er da viel weniger verdient. In Kroatien ist das anders. Da ist ein Job in der Politik leider eine Chance, sich die Taschen zu füllen und den Günstlingen sichere Posten bei Vater Staat zu verschaffen. Genau aus diesem Grund ist die Politik in Kroatien nicht so effektiv wie bei uns. Das kann man bei aller Kritik bei uns im Lande durchaus mal sagen.

Wer über unsere Politiker schimpft, der soll sich die Politik in den anderen EU-Staaten mal ansehen. Bei uns läuft es meiner Einschätzung nach immer noch am besten. Die Verwaltung funktioniert und es gibt Rechtssicherheit für jeden. Die Behördenwege sind relativ kurz. Die Justiz funtioniert.

Wer schon mal ein Haus in Deutschland und eines in Kroatien gebaut hat, weis wovon ich spreche. Bei diesem Beispiel gibt es Riesenunterschiede zwischen den Ländern. Wenn Kroatien es nicht schafft, seine Verwaltung zu straffen, dann wird auch kaum jemand investieren wollen.

grüsse

jürgen
 

nihil-est

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#4
Naja, ich wage es einmal. Nix auf die Goldwaage legen bitte!

Also wenn recht kleene EU-Staaten ( Grösse eines Bundeslandes in D bzw einer Grossstadt innerhalb der EU ) gleich satte 20 Ministerien haben muss ja organisatorisch was daneben laufen. Vor die Wand laufen wenn gar mit hauchdünner Mehrheit ausgestattet. Klientelpolitik und Seilschaften geben dem den Rest.

Doch, die aktuellen Vorzeichen sind gut. Kleener Ölpreis wie auch kleene Zinsen, davon profitiert zwangsläufig jeder Staat aktuell. Ergo auch die Wirtschaft/Industrie in Kroatien.

Düster zumindest sehe ich da aktuell in Kroatien es nicht wirklich.

Gruss in die Runde
 

teleskopix

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#6
Das Video stellt nicht meine Meinung dar, ich dachte mir ich zeige es euch, es stellt imho die Meinung der kroatischen Regierung da.
 

claus-juergen

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#7
hallo Gerd,

der Artikel ist schon sehr optimistisch. Es gibt Staaten am Rande der EU, die haben noch niedrigere Lohnkosten. Auch das Beispiel der türkischen Textilindustrie, die wegen der niedrigen Lohnkosten nach Serbien abwandert ist doch an den Haaren herbeigezogen. Die niedrigsten Lohnkosten in diesem Bereich haben derzeit nunmal Bangla Desh und Kambodscha.

Mit keinem Wort erwähnt der Autor daneben die träge und korrupte Bürokratie in Serbien und Kroatien. Das ist meiner Einschätzung nach das größte Hindernis für eine wirtschaftliche Gesundung der Volkswirtschaften.

grüsse

jürgen
 

Marius

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#8
Im Moment übertrumpfen sich die Minister nur darin, wer der bessere Christ und Patriot ist. Das ist immer ein untrügliches Zeichen für absolute Unfähigkeit und Dilletantismus, wenn man sich darauf konzentrieren muss, auf etwas stolz zu sein, wozu man nichts, aber auch gar nichts beigetragen hat.
Die jetzige Regierung fährt Kroatien direkt gegen die Wand. Was da grad für Witzfiguren die Geschicke Kroatiens lenken sollen, das könnt ihr auch gar nicht vorstellen, solche Leute würden in Deutschland noch nicht mal zum Bürgermeister eines Bergdorfes gewählt.
 

claus-juergen

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#9
hallo Marius,

warten wir doch einfach mal ab. Vielleicht ist ja doch der ein oder andere Fachmann unter der Ministerriege, der erkennt, wo der Hund im Land begraben liegt. Vielleicht wird der Druck der EU zu Reformen auch stärker werden. Schließlich sitzt das Geld nicht mehr so locker weil die EU selbst immer tiefer in eine Krise stolpert.

grüsse

jürgen
 

Marius

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#10
Ja klar, warten wir mal, was die Katholibans jetzt machen, vielleicht kommt ja was Gutes dabei raus... :)
Naja, begonnen hat es eh schon. Gleich als erstes werden unsere wichtigsten Probleme angegangen, also es muss dringend ein Abtreibungsverbot her, künstliche Befruchtung ist des Teufels, Homosexualität ist eine Krankheit und deren Erwähnung in Medien sollte bestraft werden.
Kritiker der in ihrer Struktur an die Mafia erinnernde katholische Kirche, müssen dringend mundtot gemacht werden und überhaupt kommen Kritiker der kroatischen Kirche oder der rechtsnationalistischen Regierung auf eine Liste der Verräter. Diese Liste soll dem Volk natürlich bekannt sein, aber das soll natürlich gar kein Aufruf zu Gewalt oder Repressalien gegen diese Verräter sein, nein, nein.

Wirtschaft? Fehlanzeige! Wir haben ja in Kroatien eher das Problem, dass wir zu wenig beten und deshalb geht es uns grad nicht so gut. Wir müssen uns wieder mehr Gott zuwenden, dann werden uns die heilige Jungfrau Maria und der liebe Gott aus der Krise führen....

Um die Strangfrage zu beantworten: absolut düster. Das ist aktuell die traurige Wahrheit, und ich hoffe, dass das nicht so lange andauert.
 

nihil-est

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#11

Marius

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#12
Aha, das nennst du also "Wettern in meiner unwiderstehlichen Art", wenn man berechtigte Kritik gegen Ustascha-Verherrlicher übt?
Der Mann ist ja gerade nur deshalb zurück getreten, und zwar ausschliesslich, weil eben Menschen, die offenbar meiner Ansicht sind, Haltung gezeigt und diese berechtigte Kritik heftig ausgeübt haben. Nichtsdestotrotz bleibt die restliche Garde der Ultranationalisten in Amt und Würden.

Ruhig Blut? Nein! Ich kann da nicht ruhig zusehen, wie sich die rechte Saubande positioniert.
 
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