Sonnenstrom von der Insel Pag

claus-juergen

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#21
hallo Suncokret,

wenn sich da seit 2012 nichts geändert hat, wird für Freiflächenanlagen ab 300 KW eine Einspeisevergütung von 15 Ct gezahlt. Das ist mehr als in Deutschland. Wenn ich mir dann die Sonnenscheinstunden pro Jahr auf Pag ansehe die doch wesentlich höher als bei uns sind, muß sich die Anlage doch rechnen, zumal auch bei uns aktuell noch PV-Freiflächenanlagen gebaut werden.

Neue Windparks gibts doch auch in Kroatien. Da verdienen die Investoren doch auch dran. Wieso soll dann ausgerechnet das hier beschriebene Projekt nicht verwirklicht werden? Vielleicht liegt es doch am Investor...

"Ein Schelm, wer böses dabei denkt!" sagte schon Heinz Erhardt. ;)

grüsse

jürgen
 

Suncokret

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#22
Nicht auf PAG, aber zur Hintergrundinfo vielleicht interessant: "Die Luxor Solar GmbH hat Ende vergangenen Jahres eine Freilandanlage mit 360 Kilowatt Leistung in Kroatien ans Netz gebracht. Die Realisierung einer weiteren Photovoltaik-Anlage gleicher Größenordnung sei auch für dieses Frühjahr geplant, teilte das Stuttgarter Photovoltaik-Unternehmen mit. Das Projekt solle umgesetzt werden, bevor die dafür erteilte Lizenz ihre Gültigkeit verliere. Die beiden Freiflächenanlagen werden wohl „die letzten ihrer Art sein, da Freiland-Anlagen in dem sonnenreichen Land nicht mehr angemessen gefördert werden“, hieß es weiter." http://www.pv-magazine.de/nachricht...iert-freiflchenanlagen-in-kroatien_100017947/
 

claus-juergen

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#23
hallo Suncokret,

diese von dir verlinkte Anlage steht anscheinend im Binnenland, weil sich, wie auf dem Photo erkennbar, direkt daneben ein Maisfeld befindet. Wo das Ding gebaut wurde, erfährt man leider nicht. Ich persönlich finde es nicht sonderlich sinnvoll, im Binnenland zu bauen wohingegen an der Küste die Sonne doch wesentlich häufiger scheint. Zudem ist eine 360 KWp-Anlage ein Spielzeug. Freilandanlagen in Deutschland werden im Allgemeinen nicht unter 1 MW gebaut. Mit solchen Minianlagen kann weder die Energiewende stattfinden noch ein nennenswerter Beitrag zur regenerativen Stromerzeugung im Land Kroatien geleistet werden.

Die in den letzten Jahren bei Split, Sibenik oder auf Peljesac errichteten Windanlagen haben eine Leistung von mindestens 2,3 MW pro Anlage. Das ist dann eine Größenordung wo Skaleneffekte die Rentabilität steigern.

Im übrigen ist immer noch nicht bekannt, was aus der groß angekündigten Freiflächenanlage auf Pag geworden ist. Deshalb zitiere ich Heinz Erhard erneut:

"Ein Schelm, wer böses dabei denkt!"

grüsse

jürgen, der zwar auch in erneuerbare Energien investiert hat, dies jedoch auf eigenem Grund und Boden oder in regionalen Bürgeranlagen, wo jeder jeden kennt.
 

nihil-est

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#25

claus-juergen

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#26
hallo suncokret,

...und wieder ist ein Jahr vergangen und die Freiflächen PV-Anlage auf Pag ist noch nicht gebaut, wenn meine Infos stimmen. Herr Hambrecht hat sich auch nicht mehr gemeldet. Wie ist nun der Aktuelle Stand? Wurden Gelder eingesammelt und wo befinden sich diese oder ist das alles nur der kroatischen Bürokratie zu verdanken?

"Ein Schelm wer böses dabei denkt" würde Heinz Erhard sagen.

grüsse

jürgen
 

claus-juergen

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#28
hallo Suncokret,

Keine Antwort ist auch eine Antwort.

"und wieder ist ein Jahr vollbracht und wieder ist nur Mist gemacht" lautet ein altes Sprichwort. Mittlerweile glaube ich auch an die Aussage von Marius, daß hier Anlagebetrüger am Werk waren die gutgläubige Investoren um ihre Ersparnisse gebracht haben.

Mit Themen wie "Umweltfreundlich" oder dem Versprechen von hoher Rendite kann man immer wieder Dumme finden, die leichtfertig ihr Geld in dubiose Anlagen investieren. Leider sind ja auch viele Banken hier ganz schnell zur Stelle, wenn es um unser Liebstes, nein, nicht die Gattin oder Freundin oder Bello, sondern um unser Geld geht.

grüsse

jürgen
 

jadran

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#29
Jürgen zu deiner Einspeisevergütung von 15 Cent pro KW.

soviel ich weis liegt der KW Preis in Kroatien bei ca. 10 Cent. in Nachttarif ca. 5 Cent. Warum sollte dann eine Einspeisevergütung von 15 Cent pro KW gezahlt werden? klar liegen mir jetzt die Stromrechnungen nicht vor.

Jadran
 

Marius

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#30
Es geht um kWh.
Wenn man von Einspeisevergütungen reden will, sollte man zumindest ein gewisses Basiswissen mitbringen. ;-)
 

claus-juergen

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#31
hallo Paul,

die Einspeisevergütung von 15 Ct. pro KWh ist Stand September 2014. Sicherlich wurde die in Kroatien mittlerweile wie auch bei uns gesenkt.

Der Strompreis für uns Normalverbraucher ist in Kroatien tatsächlich extrem niedrig. Laut meiner Rechnung von HEP aus 2015 lag die KWh bei 0,85 Kuna im Hochtarif und 0,42 Kuna im Niedrigtarif. Das entspricht tatsächlich 10 Ct bzw. 5 Ct. Davon kann ein deutscher Haushalt nur träumen. Auch wenn die Preise an der Leipziger Strombörse seit Jahren sinken hat der Verbraucher nichts davon. :(

HEP Elektroistra ist ein Tochterunternehmen der HEP Group. Wem diese Aktiengesellschaft gehört kann ich nicht sagen. Vermutlich stecken wie so oft deutsche Strommultis dahinter. Sicherlich muß die Firma auf Dauer schwarze Zahlen liefern, sonst springt jeder Investor ab. Ich gehe auch davon aus, daß diese niedrigen Strompreise subventioniert sind. Zu solchen Preisen kann Strom auch in Kroatien nicht produziert, verteilt und verkauft werden.

Im übrigen entstehen im Land ja ständig Windkraftanlagen. Diese müssen sich ja auch auf Dauer rechnen.

grüsse

jürgen
 

nihil-est

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#32
Wie bei so vielen Dingen ( Rente beispielsweise ) ändern sich die Gesetze andauernd.
Das wäre also so als ob innerhalb eines Fussballspiels die Regeln für Abseits geändert würden.

Selbst der solare Eigenverbrauch im autonomen häuslichen Stromnetz soll wohl bald ( D ) besteuert werden. Genau so eines wollte ich " basteln ".

Wer ein bisserl Zeit hat, lesenswert: http://www.bundesfinanzministerium....teuer-Download.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Es gibt einfach keine Sicherheit mehr und es wird immer mehr zu einem Glücksspiel. Dies bedeut ja nicht weniger als ein deutlich späterer Zeitpunkt ab dem man einen gewissen Gewinn selber macht. Es ist ja schon ein Unterschied ob man nach 10, 15 oder erst 30 Jahren seine Investitionssumme zurück hat.
Klassisch gedacht ( Abschreibung ) ist alles ein Verlust was länger als 10 Jahre ist.

Gruss in die Runde
 

Flomon

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#33
Ja, hätte die Bundesregierung die Einspeisevergütung für private Solaranlagen nicht so drastisch gesenkt und zudem auch noch beschlossen das ich als Besitzer wie eine Firma versteuern muss, dann hätte ich auch schon lange eine auf dem Dach. Aber man hat es geschafft einen Boom zu zerstören. Zugunsten der Stromkonzerne die weiterhin die bestimmenden Player auf dem Markt sind. Dafür muss sich die Bundesregierung nun mit Stromtrassen um dergleichen herum plagen .

gesendet von unterwegs
 

claus-juergen

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#34
...Selbst der solare Eigenverbrauch im autonomen häuslichen Stromnetz soll wohl bald ( D ) besteuert werden. Genau so eines wollte ich " basteln "...
hallo Gerd,

nicht "soll"! Der Eigenverbrauch bei Dachanlagen die einspeisen und dem Eigenverbrauch dienen wird bereits besteuert. Bei uns setzt das Finanzamt 20 Ct pro KWh an und auf diese 20 Ct zahlst du dann Mehrwertsteuer. Steuerlich gesehen handelt es sich um eine Privatentnahme aus einem Gewerbebetrieb. Andere Finanzämter setzten den Preis pro KWh anders bzw. jährlich anders fest.

@Flomon

Faktisch rentieren sich Dachanlagen trotz geringer Anschaffungspreise heute nur noch für denjenigen, der einen gewissen Prozentsatz als Eigenverbrauch nutzen kann. Reine Einspeiser ins öffentliche Netz dürften kaum mehr rentabel sein.

grüsse

jürgen
 

Flomon

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#35
Hallo Jürgen. Wer hat denn heute Tagsüber einen entsprechenden Verbrauch? Ohne Kühlhaus oder Hanfplantage geht das kaum noch.

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nihil-est

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#36
Mojen @claus-juergen ,

was Du schreibst stimmt alles. Nur hast Du ein kleines Detail überlesen befürchte ich. Weil das ja so ist wie Du schreibst wollte ich ein autonomes Netz. Nix einspeisen in das öffentl. Netz, entkoppelt ( also ausgenommen gem. EEG ).

PV ( +XY ) -Batterie - 2. Stromkreislauf.
Also ohne Einspeisung und Rückentnahme. Genau dies nämlich ist bislang nicht der Besteuerung unterlegen. Ändert sich jetzt wie der aktuelle Link von mir ( Referententwurf ) wohlmöglich.

Hierzu ein externer Kommentar:
Bisher ist nach § 9 des Stromsteuergesetzes für den Eigenverbrauch von Strom aus Erneuerbaren-Anlagen keine Steuer zu entrichten. Befreit ist ferner generell der Eigenverbrauch aus Stromerzeugungsanlagen mit einer Leistung bis zu 2 Megawatt, zum Beispiel aus Blockheizkraftwerken. Auch dieses Limit will der Gesetzentwurf ändern und auf 1 Megawatt beschränken.

Wobei die obige 2 Megawattgrenze wackelt und weiter reduziert werden soll ( im absoluten Extrem wären also Strom der Solarpaneele auf dem Wohnwagen bald der Steuer auch unterlegen )

Gruss

Gerd
 
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