was brachte der EUBeitritt für Kroatien

Marius

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#2
Sputnik-News sollte man grundsätzlich mit Vorsicht genießen.
Und was etwa eine Immobiliensteuer, die von kroatischen Politikern in Kroatien eingeführt werden soll, mit der EU zu tun haben soll, das wird für immer ein Geheimnis des Verfassers bleiben.

Sputniknews dürfte auf jeden Fall Pro-Putin und Anti-EU orientiert sein, dass muss man halt ein bisschen im Hinterkopf haben.

Wie schon an mehreren Stellen angemerkt, Kroatien ist für nahezu alle Probleme höchstselbst verantwortlich, weil sich die Hälfte der Bevölkerung mehr auf Nationalismus statt auf Arbeit konzentriert. Hinzu kommen noch korrupte, rechte Politiker und fertig ist der Schmarrn, kein Wunder, dass so viele junge Menschen auswandern.

Aber für keines der Probleme ist die EU verantwortlich, außer vielleicht für Putin, dem ist eine starke EU freilich ein Dorn im Auge, das dürfte klar sein.
 
K

krofan

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#3
Seit 2000 hieß es jährlich, aber nächstes Jahr tritt Kroatien der EU bei. Als es dann 2013 endlich so weit war stand Kroatien da wie der Ochse vor dem Tor und war völlig unvorbereitet. Das Land war nicht einmal in der Lage die angebotenen Förderungen zu nutzen und nun meckern die Kroaten über die EU. Zu dumm zum Sch.....n würde ich sagen.
 

Marius

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#4
Seit 2000 hieß es jährlich, aber nächstes Jahr tritt Kroatien der EU bei. Als es dann 2013 endlich so weit war stand Kroatien da wie der Ochse vor dem Tor und war völlig unvorbereitet. Das Land war nicht einmal in der Lage die angebotenen Förderungen zu nutzen und nun meckern die Kroaten über die EU. Zu dumm zum Sch.....n würde ich sagen.
Nanana, nicht so überheblich, guter Mann!

Erstens meckere ich nicht über die EU, zweitens bin ich bestimmt nicht zu dumm zum Sch.....n, was ich im Übrigen auch jederzeit beweisen kann!!!
 
K

krofan

Guest
#5
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Marius

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#6
Dann schreib bitte nicht "die Kroaten" sondern kroatische Politiker und staatliche Organe, denn dann hätte ich dir uneingeschränkt zugestimmt.
Selbiges gilt übrigens auch für österreichische Politiker und staatliche Organe. Ich darf das sagen, denn ich habe eine kleine Wohnung in Linz! :)
 

nihil-est

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#8
Sowas liesst sich leider nicht wirklich erfreulich möchte ich meinen.

Mit nicht nur Slawonien als Kernthema hier einmal ein aktueller Presseschnipsel: http://www.msn.com/de-ch/nachrichte...n-verliert-seine-jungen/ar-AAroHhe?li=BBqfZdU

Zitat Artikel: Nach dem Beitritt zur EU verschärft sich Kroatiens Gastarbeiterexodus spürbar. Besonders hart trifft der Aderlass das ostkroatische Slawonien.

Gruss in die Runde

Gerd
 
K

krofan

Guest
#9
Gefällt mir nicht wirklich aber den Gefällt mir nicht Button gibts ja nicht. In Slawonien kenne ich nur Novska da leben Bekannte von mir.
 

nihil-est

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#10
Die nächste EU-Quote fällt.
Das kann übrigens auch ausdrücklich eine Chance sein. Auch wenn Kroatien gar nicht namentlich im Artikel vorkommt, vergessen wir nicht das Kroatien durchaus auch im Agrarsektor eine nennenswerte Produktion von Zucker/Zuckerrübenanbau hat.

Link: http://www.augsburger-allgemeine.de...ellt-nun-auch-die-Zuckerquote-id42811061.html

Seit der EU-Mitgliedschaft ging es allerdings eher bergab in Kroatien was den Anbau der Zuckerrübe betrifft. 2012: 311 Mio € auf unterdessen nur noch rund 170 Mio €.
Tendenz also deutlichst fallend.

Die eher als gebeutelt zu bezeichnende Landwirtschaft in Kroatien könnte durchaus nunmehr vom Wegfall der EU-Quote auch profitieren. Vergessen wir hierbei nicht, bedeutende Zuckerhersteller der EU sind auch in Kroatien vertreten mit Gesellschaften.


Gruss in die Runde


Gerd
 

frank2.0

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#11
Beginnend etwa 1 Jahr nach dem EU-beitritt sieht man in den kroatischen Küstenregionen eine deutliche Zunahme an "vernünftigen" Pkws. Auch wenn da viele finanziert sind- breite Bevölkerungsschichten können sich diese Fahrzeuge mittlerweile leisten. Zumindest in den Küstenregionen.
 

claus-juergen

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#12
Beginnend etwa 1 Jahr nach dem EU-beitritt sieht man in den kroatischen Küstenregionen eine deutliche Zunahme an "vernünftigen" Pkws. Auch wenn da viele finanziert sind- breite Bevölkerungsschichten können sich diese Fahrzeuge mittlerweile leisten. Zumindest in den Küstenregionen.
Hallo Frank,

Meinst du wirklich, dass die Kroaten ein Jahr nach dem EU Beitritt plötzlich viel mehr Geld hatten und sich dann alle "vernünftige" Pkw kaufen konnten? Woher soll denn innerhalb eines Jahres das viele Geld gekommen sein?

Nachts um 03.15 Uhr hat man manchmal Eingebungen, die sich anderen verschließen. ;)

Grüße

Jürgen
 

frank2.0

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#14
Hallo Frank,

Meinst du wirklich, dass die Kroaten ein Jahr nach dem EU Beitritt plötzlich viel mehr Geld hatten und sich dann alle "vernünftige" Pkw kaufen konnten? Woher soll denn innerhalb eines Jahres das viele Geld gekommen sein?

Nachts um 03.15 Uhr hat man manchmal Eingebungen, die sich anderen verschließen. ;)

Grüße

Jürgen
Man sieht mal wieder daß Deine volkswirtschaftlichen Kenntnisse scheinbar auf diejenigen Deiner bayerischen Flüchtlingsobergrenzen - und PKW-Maut-Looserpartei CSU reduziert sind....
Man braucht doch nur die vielen Firmen ansehen, die sich in den Jahren nach dem EU-Beitritt im Raum Pula angesiedelt haben. Fast alle Autohersteller und Lebensmittelkonzerne sind mittlerweile vor Ort vertreten. Und die wären nicht da wenn sie nicht entsprechenden Umsatz machen würden. Ein großes Einkaufszentrum nach dem anderen wird eröffnet. Warum sind die denn vorher nicht gekommen? Weil jetzt erst Geld nach Kroatien fließt und erst die EU Rechtssicherheit - bspw. beim Grundstückskauf - gewährleistet! Gleiches gilt doch für die vehement zugenommene Bautätigkeit.
Ich behaupte nicht daß für diesen sichtbaren Aufschwung alleine die EU verantwortlich ist, aber das spielt schon eine Rolle! Man hat damals in den Jahren vor dem Beitritt ja auch viel von Firmen gelesen die in den Startlöchern sitzen und nur noch auf den Beitritt warten.
 

claus-juergen

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#15
hallo Frank,

Lidl, Kaufland, DM, Billa (damals Rewe-Tochter), Mc Donalds, Brico-Store (französischer Handelskonzern), VW, Audi, Peugeot, Skoda, Opel, Renault, Nissan, Ford, die Allianz, die Raiffeisenbank aus Austria, die russiche Sberbank, die ungarische OTP Bank (bei deren Filiale in Medulin habe ich seit 15 Jahren ein Konto) und nicht zu vergessen die Hypo Alpe Adria und alle möglichen deutschen Handels- und Finanzkonzerne waren doch schon vor dem EU-Beitritt im Land vertreten. Warst du vorher nie in Pula und hast dich dort mal umgesehen?

In deinem nächtlichen Posting hast du jedoch geschrieben, daß die vielen "vernünftigen" Pkw, was auch immer das deiner Meinung nach sein soll, bereits ein Jahr nach dem EU-Beitritt auf kroatischen Straßen zu sehen waren. Folglich muß irgendwo her innerhalb eines Jahres eine Menge Geld ins Land geflossen sein um diese Karren zu finanzieren. Alternativ hat anscheinend jeder Kroate unmittelbar nach dem EU-Beitritt Kredite erhalten um diese Pkw zu finanzieren. Das hat doch nie und nimmer mit dem EU-Beitritt zu tun. Wenn der Kunde kreditwürdig ist, bekommt der das Darlehen. Das ist meiner Meinung nach auch in Nicht-EU-Ländern der Fall. Woher soll den plötzlich die bessere Bonität der Kroaten kommen? Nur durch den EU-Beitritt sicherlich nicht.

Was das Ganze jetzt mit der CSU und Flüchtlingen zu tun hat, verstehe ich ehrlich gesagt auch nicht. Vielleicht erklärst du es mir. ;)

grüsse

jürgen
 
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frank2.0

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Manching
#16
Lieber Jürgen, ich hab explizit auf die vielen Dependencen der großen Autohersteller (und deren Fahrzeuge meine ich auch )in Pula hingewiesen und die haben sich erst in den letzten Jahren hier breit gemacht. Es ist schwierig den Vermögenszuwachs am EU-Beitritt festzumachen, aber was soll es sonst sein ?
 

dalmatiner

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#17
Hallo vor Jahren habe ich gelesen,das es in Kroatien prozentual mehr Millionäre gibt als in Bayern.Es besitzen auch in Kroatien viel mehr Bürger Häuser,Wohnungen, Grund und Boden wie in Deutschland.Es wurden leider nach dem Krieg einige große Firmen in Istrien durch Fehlentscheidungen vernichtet,z.B. AdriaWerft,Formenbau in Rasa, Bulldogfabrik in Labin.Istratrans LKW Unternehmen mit über 100 modernen 42t.LKW.usw.Gruß Traudl
 

claus-juergen

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Lieber Jürgen, ich hab explizit auf die vielen Dependencen der großen Autohersteller (und deren Fahrzeuge meine ich auch )in Pula hingewiesen und die haben sich erst in den letzten Jahren hier breit gemacht. Es ist schwierig den Vermögenszuwachs am EU-Beitritt festzumachen, aber was soll es sonst sein ?
hallo Frank,

ich kann nicht für das ganze Land sprechen, treibe ich mich doch seit etwa 20 Jahren vor allem im Raum Pula rum. Wenn ich dir sage, daß all die oben genannten viele Jahre vor dem EU-Beitritt dort bereits vertreten waren, dann kannst du mir das schon glauben. Ansonsten frag deinen Vermieter in Medulin.

grüsse

jürgen
 

frank2.0

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hallo Frank,

ich kann nicht für das ganze Land sprechen, treibe ich mich doch seit etwa 20 Jahren vor allem im Raum Pula rum. Wenn ich dir sage, daß all die oben genannten viele Jahre vor dem EU-Beitritt dort bereits vertreten waren, dann kannst du mir das schon glauben. Ansonsten frag deinen Vermieter in Medulin.

grüsse

jürgen
Scheinbar bist Du diesbezüglich komplett mit geschlossenen Augen in der Gegend herumgelaufen. Noch vor 5 Jahren sind im Raum Pula viele Jugo-Kisten rumgefahren. Die siehst Du heute nicht mehr.
Und die Filialen der KFZ- Hersteller befinden sich alle in der Gegend um den großen Kreisel (der übrigens auch für einen gewissen Wohlstand steht - war bestimmt nicht billig...) und die sind alle erst in den letzten Jahren dort hin gekommen.
 
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