Zagreb Mall/IKEA Zagreb

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#1

Das Shoppingcenter "Zagreb Mall" liegt im südöstlichen Teil von Zagreb, 15 Minuten von dem Stadtkern entfernt. Dort wird sich bald der neue Eingang für den Flughafen befinden, als auch zahlreiche Möglichkeiten, von dort aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln in das Zentrum zu fahren. Es befindet sich außerdem neben der Mall ein IKEA. Die Mall wird voraussichtlich Ende 2012 eröffnet, die Geschäfte in der Mall sind außer IKEA noch nicht bekannt.

Und? Werdet ihr diese Mall in nächster Zeit besuchen? Findet ihr dies eine Bereicherung für Zagreb?

Gruß, slatki grijeh.
 

iTom

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#2
Liebe kroatische -Schwedenfreunde und Selberschrauber,

Tut mir leid schlechte Nachrichten, wegen schlechter wirtschaftlichen Entwicklungen im Shoppingcenterbereich wird auch Ikea seine geplantes Shoppingcenter und seinen Markteintritt in HR mindestens auf 2015 verschieben.

Thomas
 

gaula

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#3
Zum Glück für alle "Schweden- und Selberschrauber-Freunde" gibt's ja IKEA in Villesse bei Triest/Udine, wo auch ganz viele Istrianer zum Einkaufen hinfahren.
Wenn ab Juli 2012 die Grenz- bzw. Zollkontrollen wegfallen, wird das noch attraktiver.
 

Krista

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#4
Hallo gaula,

mit der Freude müssen wir dann aber bis Juli 2013 warten.

Grüßle Krista
 

Marius

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#5
Der Markt für IKEA ist in Kroatien recht dünn.

Die untere und mittlere Mittelschicht, die in Mitteleuropa die Zielgruppe ist, ist in Kroatien zu finanzschwach, um bei IKEA einkaufen zu können.
Die, die es sich leisten können, kaufen - wie auch im Rest von Europa - ohnehin woanders ein.

Ich selbst habe übrigens etliche IKEA-Produkte herumstehen, nur damit das klar ist. :)
 

Marius

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#11
Ich hingegen halte das fuer eine gute Nachricht.

Wenn sich ein Konzern wie IKEA ueber den Standort Kroatien beschwert, wo die Loehne so laecherlich niedrig sind, heisst das fuer mich nur, dass sie offenbar ein paar Kuna Steuern zu zahlen hatten, nachdem man sogar Mautstationen fuer sie versetzt hatte, und jahrelang nach "den Herrschaften genehme und guenstige Grundstuecke" gesucht hatte, bis sie sich endlich dazu herab liessen, einen Markt zu eroeffnen.

Ich habe mittlerweile wirklich die Schnauze voll von diesen Sozialschmarotzer-Abzocker-Konzernen, die mit ihren Lizenzvertraegen und sonstigen Steuertricks uns allen zusammen auf der Tasche liegen.
 

Marius

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#13
Tja, und nebenher machen sie auch noch Druck auf die Staaten, also im Grunde genommen auf uns normale Menschen und unsere Sozialsysteme, weil sie sich daran nicht beteiligen wollen.
Standardaussage: "Dieser Standort ist nicht mehr attraktiv fuer uns. Bangladesh ist ein attraktiver Standort!"

Da lache ich mir doch den Arsch ab, tut mir leid.
Bitte jetzt keine Gegenargumente, sonst lache ich mir noch mehr den Arsch ab, und ich habe nicht mehr viel davon. ;-)
 

claus-juergen

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#15
hallo miteinander,

klar kann man über IKEA schimpfen. Schließlich hat es der Konzern geschafft, bei 5 Milliarden Euro Gewinn jährlich nur 50.000 € Steuern in Luxemburg bezahlen zu müssen!!! Nur ist dieser Deal das Resultat der geschickten Verhandlungen mit Jean Claude Junker, seinerzeit Ministerpräsident dieser Steueroase, heute Chef der EU Kommission. Wäre ich Ingvar Kamprad, der IKEA-Gründer, der im übrigen selbst seinen Hauptwohnsitz im Kanton Zug in der Schweiz hat, wo er für sich persönlich auch mit der Kantonsregierung einen "persönlichen Steuersatz" ausgehandelt hat, hätte ich den gleichen Deal geschlossen.

Was die einzelnen IKEA Filialen angeht, ist es so, daß diese rechtlich selbstständig sind und Lizenzgebühren an den Mutterkonzern abführen müssen. Diese Gebühren hängen von den Umsätzen ab. So kann IKEA steuern, daß Läden, die gut laufen, vor Ort kaum Steuern bezahlen müssen. So ist das halt mal. ;)

Im übrigen ist es auch in Deutschland so, daß ein Großinvestor wie IKEA einen roten Teppich ausgerollt bekommt. Genau auf der Flurgrenze der Städte Augsburg und Gersthofen steht seit einigen Jahren ein IKEA Markt. Auch hier wurde eine neue Zufahrt von der vierspurigen B 2 geschaffen. Die betroffenen Städte haben sich in Nullkommanix auf die Erschließung und die Verteilung der Gewerbesteuer geeinigt. Ein paar Hundert Arbeitsplätze sind halt ein zugkräftiges Argument.

In Kroatien war das Investment für den Handelskonzern sicher nicht einfach, wenn man die Schlamperei und Korruption vor Ort kennt. Deshalb meine ich in der Summe, daß der Laden für das Land ein Gewinn ist. Egal, woher die angebotenen Waren kommen. Wer keinen Konsumtempel vor Ort hat, fährt nun mal ins Nachbarland um dort seine Kohle auszugeben. Kroatien braucht jeden Arbeitsplatz, der noch dazu ein ganzjähriger ist. Wenn keine im Handel geschaffen werden, wo den sonst?

grüsse

jürgen, der im übrigen fast nie bei IKEA einkauft weil er das dort angebotene Zeug eh nicht braucht ;)
 
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Suncokret

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#16
Ich stimme bruce zu. IKEA gehört zu den großen Steuerflüchtlingen. Aber es ist nur ein Konzern von vielen. Sie verursachen uns Bürgern weit mehr Kosten als die Flüchtlinge, die viele als zu belastend empfinden. Das dürfte in Kroatien ähnlich sein.
 
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