Freud‘ und Leid von Ferienhausvermietern in Kroatien

Mick

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#1
Eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus sind bei Istrien-Urlaubern schon immer beliebt gewesen. Das Geschäft boomt besonders auf der größten kroatischen Halbinsel, aber auch in anderen Ferienregionen Kroatiens, wie der Kvarner Buchtund in Dalmatien. Mieter und Vermieter werden durch diverse Internet-Platformen und durch Agenturen zusammengebracht. Dabei läuft nicht immer alles glatt, wie nachfolgender, in einschlägigen Facebook-Gruppen geteilter, Facebook-Post der Betreiberin einer in München und Istrien ansässigen Ferienhaus-Agentur illustriert.

Weiter: https://www.inistrien.de/aktuelles/freud-und-leid-von-ferienhausvermietern-in-kroatien/amp/
 

Luppo

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#2
Nett geschrieben, aber leider sehr oberflächlich. Danke für den Link.
Es wird immer schwarze Schafe geben, auf Mieter- allerdings auch auf Vermieterseite.
Natürlich ist es nicht hinzunehmen, wenn der Mieter wütet und lärmt.
Aber auffällig ist, dass die Anzahl der Wohnungen im Vergleich von vor 10 Jahren geradezu explosionsartig in die Höhe schoss und die Vertriebswege wahrlich erstaunlich vielfältig sind.
Ob auf den Seiten der Vermieter selbst oder den der zahlreichen lokalen Tourismusagenturen, auf den großen Portalen (booking.com, fewo-direkt, kroati.de, usw.), in mehreren Facebookgruppen oder dem neuen airbnb.com, es werden eine Unzahl von Wohnungen angeboten, reich bebildert, mit Grundrissen und ausladender Beschreibung.
Da ist es unausweichlich, dass es jede Menge Stornos hagelt oder es Unregelmäßigkeiten gibt. Das ist der Preis, wenn man in der großen Tourismuswelt professionell mitspielen will.
Wenn ich lese, wie in den FB-Gruppen live von den Staus und Verkehrsbedingungen, aber auch von Wohnungen berichtet wird, läutet das für mich das Ende eines ruhigen und beschaulichen Kroatiens in den kommenden Jahren ein.
Der Geheimtipp ist kein Geheimtipp mehr. Durch den Wegfall/Rückgang mehrerer Destinationen strömt Europa nun nach Kroatien. Ich warte noch darauf, dass das Morgenmagazin live aus Split gesendet wird, wie damals von Mallorca. Da war es dann endgültig vorbei mit bezahlbaren Preisen dort.
Ich werde jedenfalls niemals den Mietpreis vollständig vorab ohne Besicherung bezahlen.
Dafür kann mein Vermieter sicher sein, dass ich die Wohnung genauso verlasse, wie ich sie angefunden habe, sogar die Bettwäsche und Handtücher liegen abgezogen und gefaltet zum Waschen bereit.
Ich hoffe nur, dass ich noch lange ein authentisches und ursprüngliches Plätzchen finde, abseits der großen Touristenströme.
 

nihil-est

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#3
Pardon, aber so ganz stimmt da etwas rein gar nicht.

Gäste sollen bei Urlaubsantritt eine Kaution auf mögliche Zerstörungen leisten?

Wohlmöglich, da nicht Vertragsbestandteil bei Buchung ( das geht aus dem Artikel nicht hervor ), gar über mehrere hundert €uro? Falls man es nicht macht macht ist die gezahlte Anzahlung in Gefahr?
Sorry, aber da habe ich ganz starke Bedenken! Würde ich mich übrigens auch nicht drauf einlassen. Weder in Kroatien noch sonstwo auf der Welt um es einmal ganz klar zu sagen.

Mehr noch, da wäre ich durchaus geneigt die Polizei zu verständigen obwohl ich ja nun wirklich ein eher gelassener Zeitgenosse bin.


Oder wie sonst soll ich diesen Absatz denn verstehen?
Vandalismus, Lärm, Schmutz und einiges mehr ist nicht zu Dulden. Darum liebe Vermieter, ihr sichert euch ab indem ihr die Miete nicht vor Ort nehmt, sondern 4 bis 6 Wochen vorher auf euer Konto überweisen lasst und bei der Ankunft der Mieter eine Kaution nehmt. Damit seid ihr abgesichert und entgeht einigen Ärger.


Gruss in die Runde


Gerd
 

Marius

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#4
Bei uns bezahlt man 50% bei der Buchung und die restlichen 50% 4 Wochen vor der Anreise. Das machen wir schon seit mindestens 6-7 Jahren so. Da hatte bisher noch niemand ein Problem damit, Stornos gibt es praktisch nicht. Wenn doch, was vielleicht ein Mal pro Jahr passiert, überweise ich das Geld einfach zurück.

Der ganz stark überwiegende Teil der Gäste ist übrigens sehr korrekt und angenehm. Ein paar Idioten finden sich aber immer wieder, da habe ich schon die unglaublichsten Geschichten erlebt.

Aber wie gesagt, zum allergrößten Teil passt das alles, sonst würde das alles doch gar keinen Spaß machen, und wenn etwas keinen Spaß macht, dann sollte man etwas anderes machen.
Wegen dem Geld alleine braucht man es aber definitiv nicht zu tun. Man kann nicht davon leben, es ist also eher als Nebenbeschäftigung oder Hobby zu betrachten.
 

Marius

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#6
Da hast du Recht, Gerd, das mit der Kaution ist Unsinn. Keine Ahnung, wie die Dame darauf kommt. Ich habe das auch noch nie irgendwo erlebt und würde das weder verlangen noch selbst akzeptieren.
 

teleskopix

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#8
In Kroatien kenne ich Kaution für Ferienwohnungen/Häuser auch nicht.
Aber z.B. in Dänemark werden verbrauchsabhängige Nebenkosten abgerechnet Strom/Wasser, da ist eine Kaution üblich.
Soll nicht heißen, das die kroatischen Vermieter, jetzt anfangen sollen mit verbrauchsabhängigen Nebenkosten. Es wird die Zeit zeigen, ob sowas kommt. Wenn der Wettbewerb härter wird, muß man auch in Kroatien mit verbrauchsabhängigen Nebenkosten rechnen.
 

Mick

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#9
Kaution kenne ich nur von einigen Campingplätzen, wenn man ein Mobilhome mietet. Bei Privatvermietern habe ich schon ganz selten mal gehört, dass es diese Bedingung gab. Selber erlebt aber noch nie.
 

Luppo

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#10
Ich habe jetzt schon auf der verschiedenen Seiten gesehen, dass Kautionen genommen werden. Mal sehen, inwieweit das Usus wird.
Das Thema Nebenkosten geht mir auch manchmal durch den Kopf.
Nun ist Lichtstrom und Wasser eine durchaus kalkulierbare Größe pro Kopf, es wird kaum jemand mehr als 2 mal duschen am Tag.
Aber es geht schon mit dem Kochen an. Einer geht jeden Tag essen, der andere schiebt sich jeden Abend eine Lasagne in die Röhre.
Strom für Warmwasserbereiter und Klimaanlage sind ebenfalls Stromfresser.
Bei 4 Std. WW-Bereiter = 8 KWh und 14 Std. Klima = 28 KWh sind das 36 KWh. Unsere Strompreise unterstellt, sind das rund 10 Euro am Tag.
Wenn dann noch die Kids mit Netflix den Datentarif aufsaugen, kommen tatsächlich Kosten zusammen, die nicht mehr im vernünftigen Verhältnis zur Tagesmiete stehen.
Ich befürchte, die Vermieter haben die gleichen Gedanken.

@Marius: Die vollständige Bezahlung ohne Besicherung der Vorauszahlung nicht so ganz ohne. Rechtlich dürfte zwar nichts entgegenstehen (anders als bei Reiseanbietern, die brauchen einen Sicherungsschein), aber im Falle einer Insolvenz des Vermieters ist das Geld weg. Ich selbst würde nie vollständig vor Reiseantritt bezahlen, auch um zu sehen, ob das Mietobjekt dem Angebot entspricht.
 

Marius

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#11
Ähm, Insolvenz des Vermieters? Das ist aber schon ein bisschen sehr hypothetisch, meinst du nicht? Ich kenne keinen Vermieter, der in der Saison plötzlich insolvent geworden wäre.
Im Gegenteil, Vermieter, die am liebsten vor Ort das Geld bar auf die Kralle wollen, machen das unter Umständen schwarz, da kann es passieren, wenn er erwischt wird, dass das Haus geschlossen wird und alle ausziehen müssen. Da hat dir deine Bezahlung bei Ankunft aber auch nix mehr geholfen. ;-)

Nein, egal, das kann ja jeder so halten wie er will. Du wirst in dem Fall halt leider nie bei mir mieten können, was ich schade finde, denn bisher hat sich noch nie jemand daran gestört und alle haben das Apartment bekommen, das sie erwartet und bestellt haben. :)

Meine Vorgehensweise hat ganz klare Vorteile für alle Beteiligten, finde ich.
 

Luppo

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#12
Hallo Marius,
Die Insolvenz wird wohl hoffentlich immer ein hypothetischer Fall sein. Mir geht es auch eher darum, dass ich noch ein Pfand habe, falls Realität und Angebot stark voneinander abweichen sollte.
Da ich jedes Jahr in eine andere Unterkunft gehe und daher den Vermieter nicht kenne, verständlich oder?
Bei "Deiner" Vorgehensweise kann ich allerdings keinerlei Vorteil für den Beteiligten "Mieter" erkennen. Sag ihn mir. Ich sehe nur den Vorteil, dass Du Deine Kohle hast, egal was kommt. Verstehe mich nicht falsch, mir ist es bisher auch noch nie passiert, dass ich mein Pfand verwerten musste, ich hatte noch nie Stress mit Agentur oder Vermieter. Aber ich beuge vor.
Soweit ich weiß, gibt es nur eine sehr alte Branche, in der die Leistung vollständig vorab bezahlt wird :)
 

Mick

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#13
Also dass ein Privatvermieter von mir 4 Wochen vor Ankunft den Restbetrag überwiesen haben möchte, habe ich auch noch nie erlebt. Das kenne ich nur von Reiseveranstaltern.

Das würde ich auch nicht machen und mir eine andere Unterkunft suchen. Außer ich kenne den Vermieter bereits. Dann weiß ich, dass ich keine Überraschung erlebe, wenn ich vor Ort auftauche und das Haus z. B. gar nicht existiert......
 

Marius

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#14
Mindestens die Haelfte unserer Gaeste kennt uns schon, das muss man auch dazu sagen.
Vom Rest bucht der ueberwiegende Teil ueber Hofer Reisen, und da wird komplett im Voraus bezahlt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Zimme und Julia

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#15
Wir mussten letztes Jahr eine Kaution von 100.- Euro zahlen. Die Wohnung war nagelneu! Wir haben das verstanden. Es sind nicht alle Mieter ordentlich. Wir könnten uns das auch nicht vorstellen, wenn da jemand Party gemacht hätte, wäre die Wohnung nicht mehr so toll gewesen.Das war in Crikvenica.
 
J

Jackman

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#16
Da muß ich jetzt mal gestehen, daß ich derlei Unterkünfte (normalerweise campen wir ja) über eines der großen
booking-Portale buche, die mich als Genie betrachten (Spässle, sie nennen es Genius mit Rabatt), bei denen ich sehr gut
vergleichen kann (google aber sicherheitshalber nochmal extra) und kostenfrei stornieren bis 1 Woche bzw 1 Tag vorher,
falls doch etwas Ungewolltes dazwischenkommen sollte. Bezahlung dann meist vor Ort erst bei Abreise.
Ist für mich halt am Unkompliziertesten. Und Reiserücktrittsversicherungen muß ich nicht extra abschliessen
durch die Stornomöglichkeit. Wobei so manches Prospektangebot (ob Hofer bzw. bei uns ALDI macht schon Lust...)
 

Heiko705

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#17
Auch ich muss da wohl gestehen, dass ich meist über Booking-Portale buche. Jedes mal woanders. Da ist es eigentlich üblich, dass ca. 20 % bei Buchung gezahlt werden und der Rest 4 Wochen vor Abreise. Dafür erhalte ich dann einen Sicherungsschein (Voucher). Erst dann erhält man auch die Anschrift des Objektes. Bisher hatte ich noch keine Probleme. In den Bestimmungen steht meist drin, dass eine Kaution fällig ist, die dann bei Abreise, wenn alles in Ordnung ist, zurückbekommt. Bisher hat aber noch jeder Vermieter beim Einchecken gesagt, das sei nicht nötig. Die Stornogebühren sind meist gestaffelt. Storniert man lange vorher, bekommt man fast alles zurück. Je näher der Reisetermin dann rückt, desto weniger wird es. Für mich ist das alles in Ordnung und nachvollziehbar.
 

Marius

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#18
Stornomöglichkeiten bis zu einem Tag vorher können sich nur Hotels leisten. Ich finde das extremst unfair, noch dazu wo mir letztens ein Gast stolz erzählt hat, dass er sechs (in Zahlen 6) Buchungen vorgenommen hat, und dann kurz vorher einfach fünf storniert hat, weil er ja flexibel sein wollte.

Was soll man da noch sagen?
 

Sporting 505

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#19
Dadurch kommt dann das Chaos bei Buchungen zustande.Muss man sich nicht wundern.Auf Campingplätzen ist das oft auch so,deshalb sind viele gleich am Anfang ausgebucht oder auch mehrfach gebucht (die Plätze ) Da blickt ja auch keiner mehr durch.
Ich finde es auch nicht gerade fair !
 

Luppo

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#20
Der Fluch des Internets.
Früher ist man ins Reisebüro und hat einmal gebucht.
Heute surfen einige durch Dutzende von Portalen und buchen solange, bis sie selbst nicht mehr durchblicken.
Alles krank.
 
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