Mindestlohn in Kroatien/Europa

nihil-est

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#61
Versprochen ist versprochen und wird auch nicht gebrochen. Diese Redewendung ehre ich an sich.

Ich hatte versprochen nix mehr zum Thema zu sagen. Beisse seit Tagen in die Tastatur....und halte mich zurück. Nicht grad einfach. Selbst wenn ich per PM bzw privater eMail einiges an Schriftwechsel habe. Private eMail glüht ja fast förmlich und ufert teils in Rechtsberatung aus ( nööööö, bin kein Anwalt ).


Daher - sorry Forumallgemeinheit - OFF topic.

Ich kenne wirklich nur Mindestlohn in D. Ein Gesetz mit gröbsten, gar sträflichen, Strickfehlern.

Rentner sind bekanntlich unter uns. Viele haben bislang im Ehrenamt, ehrt diese ausdrücklich, gegen Aufwandsentschädigung ihre endlose Freizeit zum Gemeinwohl geopfert. Ich sach ett mal uff Platt...für´n Appel un een Ei.

Nun fällt deren Eherenamt unter Mindestlohn. Nix ist. Gestrichen.


Hier im Forum gibt es die Rätselecke. Mach ich ja auch mal mit, das gerne!!!!
Für die Rätseleckenfans: Was bedeutet die Vokabel " Stuhlmiete " ?

Ich zumindest möchte wetten hier im Forum kennt praktisch niemand diese Vokabel.....aber viele können diese im Internet mehr oder minder erfolgreich in Recherche herausfinden.
Fudeln??? Erklärung des Begriffs nebst Chancen hier.....http://www.friseur.com/stuhlmiete-nehmen-sie-platz.html

Wer´s findet und versteht, der versteht auch mich. Versteht auch warum es tatsächlich Feinde dieses ( vermaledeiten ) Mindestlohngesetzes in D gibt welches zwar einen Frieden in der ReGierUng beibringt aber zigtausende benachteiligt....welche dereinst meene Rente zahlen sollen.

Mindestlohn, D, hat bislang ausdrücklich laut BA keine signifikanten Verschiebungen erkennen lassen....wohl aber eine Klagewelle. Klar ne Klagewelle!!!! Das Gesetz ist nun einmal derartig grottenschlecht gemacht.


Aus Verbrauchersicht, das ist durchaus wichtig, gäbe es zwei Sachen zu nennen.
Die 1.) Sache mag niemand wirklich ernsthaft hören wollen. Daher auch zuerst. Natürlich habe ich wegen den Mindestlohn weniger Netto vom Brutto.
Erklärung: Klar muss ich als zahlender Kunde vordergründig für diese soziale Errungenschaft ein paar meiner NettoCent an der Ladenkasse lassen. Ja! Mache ich sogar gerne!!! Ich/wir können uns das leisten ( ob dies alle können??? )

2.) Per Mindestlohn, akzeptierend, muss ich/müssen wir hinnehemen das es unerwartete Verlierer gibt. Also brave und malochende Leuts welche nunmehr gar weniger Netto haben oder eben ohne Arbeitsplatz sind. Sowas kann in meinen Augen / in unseren Augen definitiv und unumstösslich nicht richtig sein. Schreit geradezu nach Gerechtigkeit.

D, was den Mindestlohn betrifft da " Spätzünder ", hätte vieles ( alles???? ) besser machen können. Nein, in meinen Augen hat es D eben nicht gemacht und sogar wider besseren Wissens nicht umgesetzt. Fast mag ich mich selber ja auch als " Sozialromantiker " ansehen. Vermeidbare Fehler werden der grossen Politik geopfert, verlagert auf die Judikative, und bis dahin haben wir viele Gewinner ( stimmt ) und auch nicht minder viele Verlierer.


Mein Fazit: Die Einführung Mindestlohn in D, nur D rede ich von, ist ein bewusster Systemfehler welcher ( vergl. Tarifautonomie ) zu viele schwächt oder gar ins soziale Abseits drängt. Das hätte alles viel besser geregelt werden können, war aber im Ränkespiel der grossen Politik nicht sooooo schnell möglich. Schnelle Erfolge aber zählten.

Ich bleibe also - OFF topic - dabei. Der Mindestlohn ( in D ) ist ein grober Fehler.

Gerne stehe ich weiterhin per PM bzw. privater eMail bezüglich Rückfragen/Klärungsbedarf zur Verfügung.......gönnt mir bitte auch zwei/drei Tage bezüglich einer Rückantwort. Ich hab auch Familie und muss Zeit investieren.



Gruss in die Runde
 
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B

bruce

Guest
#62
Ein Thema , das bewegt, wie schön.....
Wir wissen ja wie der Hase läuft, es gibt zuviele Schlupflöcher, wenn ich mir in Österreich den Arbeitsmarkt so anschaue, da läuft einiges schief, aber solange sich Firmen ohne jegliche Konsequenzen aus der Affäre ziehen können, wird sich halt auch nicht's ändern; Stichwort Bauwirtschaft > Subfirmen; da hackeln viele um ein Butterbrot....
Im Handel, im Pflege und Sozialbereich, speziell dort wo zum Großteil Frauen beschäftigt sind sind die Löhne unter jeder Kritik.
Mit einem Lohn kannst du heute kaum mehr eine Familie erhalten, geschweige denn gründen, ja und da beißt sich die Katze in den Schwanz die Folgen sind unübersehbar...
Apropo fleißige Rosi und fauler Willi, selbstverständlich gehören Anreize geschaffen, das ist ja wohl nicht das Thema, Manager bekommen ja auch überdimensionale Bonuszahlungen wenn sie betriebswirtschaftlich aufzeigen wo man einsparen kann...!?
Also ich weiß ja nicht viel, aber eines weiß ich ganz sicher, die wahren "Sozialschmarotzer" sitzen ganz wo anders..., das sind sicher nicht die fleißige Rosi und auch nicht der faule Willi...
 

Marius

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#63
Nun, dann werde ich auch ein bisschen ausholen, Nihilist, du bist also der Ansicht ein schlechtes Gesetz mit Lücken ist schlimmer als gar kein Gesetz zu einem Thema, spielen wir das an einem Beispiel durch.
Dazu werde ich den Tatbestand des Tötungsdeliktes verwenden, du kannst es aber gerne mit jedem anderen Delikt ersetzen, z. b. Diebstahl o. Ä.

Stell dir mal vor, es wäre nicht verboten, jemanden zu töten und wir würden uns nur darauf verlassen, dass vernünftige Menschen ja eh niemanden töten würden und es steht ja auch in den 10 Geboten, dass man "nicht töten soll" (Jaja, da steht tatsächlich NICHT SOLLEN).

Es ist nun aber so, dass es auch gesetzlich mit wenigen Ausnahmen verboten ist, jemanden zu töten.
Werden in D trotzdem Menschen getötet? - Ja.
Ist es manchmal trotzdem nicht strafbar, qenn man jemanden tötet? - Ja, z.B. bei Notwehr.
Missbrauchen Menschen manchmal ihre Sonderstellung was Tötungen angeht? - Ja, z.B. wenn Polizisten Einbrecher mit Schüssen in den Rücken niederstrecken und dann behaupten, es wäre Notwehr gewesen, wo eher Fluchtabsicht anzunehmen iat.
Werden in anderen Ländern in aller Welt trotzdem haufenweise Menschen getötet? - Ja! Ja! Ja!

Aber bei all dem, wer käme auf die absurde Idee, man sollte das Tötungsverbot aufheben, weil das Gesetz "nicht funktioniert"? Richtig, niemand. Es ist nur anfangs das Geschrei groß.

Oder stell dir vor, Diebstahl wäre bis gestern noch erlaubt gewesen und niemand würde dir helfen, wenn du bestohlen wirst. Dann wird Diebstahl von einem Tag auf den anderen verboten, na da kannst du dir bestimmt vorstellen, was da los ist, die Diebe aller Herren Länder rden sich vereinigen und behaupten:

Hahaha, als ob dadurch nicht mehr gestohlen werden würde!
Hahaha, und wer klärt die Diebstähle alle auf?
Hahaha. Da wird sich der Konsument aber freuen, wenn ich für die Zutaten für mein Brot ab sofort bezahlen muss, dass kann sich doch kein Konsument leisten!

Und so weiter und so fort, so würde das klingen, ersetze einfach immer das Wort Mindestlohn mit "Mehrbelastung durch das Diebstahlverbot", denn es ist de facto nichts anderes, Preisdumping auf dem Rücken der Mindestverdiener.
 

Marius

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#64

Also ich weiß ja nicht viel, aber eines weiß ich ganz sicher, die wahren "Sozialschmarotzer" sitzen ganz wo anders..., das sind sicher nicht die fleißige Rosi und auch nicht der faule Willi...
Aber die Typen, die du meinst, bruce, die haben doch Anwälte und Lobbyisten, und die werden ja respektiert, nene, lieber nicht, da gehen wir lieber auf Kriegsflüchtlinge, Mindestlohn- und Sozialhilfeempänger los.
Die können sich wenigstens nicht wehren.
 

nihil-est

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#65
Mojen @Marius, auch wir waren ja per PM.

Also Tötungsdelikte mit Mindestlohn gleichzusetzen ist juristisch sehr weit hergeholt ( musste doch selber einsehen ).

Ändert aber rein gar daran, hat ein Gesetz grobe Strickfehler ( erst recht wenn zum Negativum von Betroffenen ), so ist das Gesetz wohl nix....nix....ein Satz mit X.

Statt also die Strickfehler überhaupt zu erkennen ( und abzustellen ) machst Du nu " Bambule ", wenig hilfreich. Da ist es auch wenig tröstlich ( Dein Beispiel ) das die Diebstahlsquote in der Kalkulation ein fester Bestandteil zum Endpreis ist. Seit zig Jahrzehnten, lange vor jedem Mindestlohn.

Also, deutlichst sachlicher kannste doch!!! Da ist es mit dir wieder een bisserl durchgegangen, ist für mich OK. Nicht minder sei gesagt, ich bereue es ja schon ( Nur wegen der vielen Anfragen welche ich primär auf privater eMail hier aus dem Forum habe ) hier doch noch im Forum selber geantwortet zu haben. Ok, mein Risiko, mein Fehler.
Wenn/Falls alles soooooo supertoll wär....überlege bitte selber......ja warum fragen mich dann so viele verunsicherte??????


Gruss
 

Marius

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#66
Ok kurze Ergänzung, auch wenn ein Gesetz noch Fehler hat, sollte man peu a peu diese Fehler beseitigen, sonst könnte man ja jedes Gesetz sofort wieder abschaffen, das ist doch Quatsch, Gert, jetzt stell dich doch nicht dümmer als du bist ;-)

Alleine schon die Einführung eines Mindestlohns mit oder ohne Fehler ist ein psychologisches und gesellschaftspolitisches Signal der Politik und genau das ist Aufgabe der Politik. Aber das verstehst du ja auch bei der EU nicht, und du verstehst es nicht bei der Russlandpolitik, da zählst su auch auf, dass da ja Deutschland ein Schaden entsteht, du hast also keinerlei Bezug zu nichtmateriellen Werten, oder sie sind so unwichtig für sich, dass du sie auf jedem Basar für einen Laib Brot eintauschen würdest.

Natürlich wirst du jetzt sagen: "Haha, guck mal, der Marius wirft mir vor, ich denke nur materiell. Und selbst fordert er wie verrückt diesen Mindestlohn!"

Jaja, mein Lieber, das wäre nur ein weiterer Beweis, dass du nicht verstehst worum es geht.
Beim Mindestlohn geht es nämlich um die menschliche Würde, und die muss man verteidigen gegen diejenigen, die damit nichts anfangen können.
Das bleibt auch so, wenn du noch drei Mails bekommst, die etwas anderes behaupten.
 

Marius

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#67
Aber schau, Gert, ich habe versucht es dir von einem moralisch-ethischen Standpunkt zu erklären, ebenso aus Sicht eines Unternehmers, mit vereinfachten Beispielen vom rechtsphilosophischen Standpunkt aus, die soziale Sicht, nichts fruchtet bei dir, weil du halt ständig mit irgendwelchen Edge-Cases daher kommst, weil du halt partout gegen den Mindestlohn bist.

So wie ich dich kenne und deine Bewertung großer gesellschaftlicher Entwicklungen ausschließlich, ausschliesslich, ausschliesslich von deiner eigenen Position aus, vermute ich, dass das Mindestlohngesetz dir jetzt gewisse Mehrkosten verursacht, und was soll ich sagen?

Genau wegen solcher Leute ist dieses Gesetz ja auch eingeführt worden und wenn du dich darüber beschwerst und nicht nur darüber lachst, nun, dann kann es ja soooooo schlecht nicht sein, dieses verdammte Gesetz, das für ein paar Leute eine Lohnerhöhung bedeutet, Wahnsinn. ;-)
 

regina64

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Huttenheim Deutschland
#68
Mindestlohn!!! Kaum über Hartz 4 ! Was soll das ganze? Dieser Mindestlohn in Deutschland, ist doch nur ein wenig über dem was man hier den doch für nichts bekommt!( Nichts tun)( Ich hab die ganze Zeit hier mitgelesen,) Entweder man ist Stolz und arbeitet für Mindestlohn, oder aber man macht nichts und Hartz! Ich denke das ist unser Problem! Du musst nichts tun und hast fast genau soviel wie ein Mindestlohn Jobber!
 

Marius

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#69
Ja, es geht darum, dass es meiner Ansicht nach wuerdelos ist, in D leben zu muessen und €5,- die Stunde zu verdienen, wie soll dieser Mensch seine Rechnungen bezahlen?
Reich wird man damit ohnehin nicht. Aber wenn man sparsam ist und keine Urlaube macht, dann koennte man mit einem Mindestlohn wenigstens seine Rechnungen bezahlen ohne einen zweiten und dritten Job annehmen zu muessen.

HartzIV ist ein anderes Thema, bitte nicht vermischen, aber darueber koennen wir auch reden, an anderer Stelle :)
 
D

dalmatiner

Guest
#73
Hallo Krista.das ist zu wenig zum Leben und zuviel zum Sterben.Die Leute in Kroatien sind sehr sparsam,haben sehr oft noch einen Gemüsegarten und Kleintiere,wie Hühner und Kaninchen ,sie besitzen einHaus oder haben eine Eigentumswohnung.Die Familien und Nachbarn halten auch noch mehr zusammen.
 

claus-juergen

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#74
Hallo Krista.das ist zu wenig zum Leben und zuviel zum Sterben.Die Leute in Kroatien sind sehr sparsam,haben sehr oft noch einen Gemüsegarten und Kleintiere,wie Hühner und Kaninchen ,sie besitzen einHaus oder haben eine Eigentumswohnung.Die Familien und Nachbarn halten auch noch mehr zusammen.
hallo Traudl,

das mit der Sparsamkeit ist eine grobe Verallgemeinerung. Meiner Meinung nach gibt es vor allem auf dem Land viele Menschen die sparsam sind, weil sie es sein müssen. Die haben nun mal gar kein Einkommen oder eine kleine Rente. Gerade deshalb sind die dann auf den eigenen Garten und die Solidarität im Familienverbund angewiesen.

Wenn du aber in die Innenstädte der Zentren schaust, wirst du genügend Einheimische finden, die perfekt gekleidet mit allen modischen Dingen einschließlich des passenden Autos ausgestattet sind. Ob das alles nur geliehen oder finanziert ist, kann ich nicht beurteilen. Fakt ist doch auch, daß gerade in Kroatien nicht unbedingt das gesamte Einkommen versteuert wird. Wo es möglich ist, gilt brutto für netto.

Eine gewisse Parallele zu den Italienern sehe ich allerdings schon. Dort ist es einfach Tradition, eine "Bella Figura" zu machen. Etwas angeben und mehr Schein als Sein ist bei diesen vor allem städtischen Bewohnern durchaus gegeben.

grüsse

jürgen
 

jadran

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#75
Jürgen die sprichst mir aus der Seele.
wie man ein teures Auto, schicke Klamotten, Rauchen, einschließlich mehrfach Essen gehen, mit ca. 400,00 € pro Monat lösen kann ist für mich nicht nachvollziehbar.
Aber ein Rechtsanwalt soll auch nur 2000,00 € im Jahr verdienen.
 

nihil-est

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#76
Mojen @claus-juergen ,

dazu nehme ich gleich einmal doppelt Stellung.

Zuerst dies: Wo es möglich ist, gilt brutto für netto.

In jüngeren Jahren, hier in D, erlebte ich erstmalig das es tatsächlich legale Arbeitsverträge Brutto für Netto gibt. Eene Branche wo niemand hin wollte für eene " Scheissarbeit ", Arbeitgeber lockten daher mit dem Passus Brutto für Netto. Hatte zurFolge: Die eenfachen Malocher hatten am Monatsende mehr Netto als der Vorgesetzte Meister im Tarifvertrag!
Solch Luxus-Arbeitsverträge haben heuer in D nur noch DAX-Manager.
-

Nun hierzu: Fakt ist doch auch, daß gerade in Kroatien nicht unbedingt das gesamte Einkommen versteuert wird
Dazu auch braucht es nicht Kroatien!
Auch Kroatien hat hierzu diverse Gesetze erlassen. Uns Urlauber evtl. bekannt die Vorzeigepflicht ( bei Strafandrohung ) jedes Bierchen per Kassenbon unter´m Deckel zu haben.
Einkommensbesteuererung????? Nicht nur in D ein Batzen im Staatshaushalt!!!!!
Ausgerechnet Pleitestaaten .... wo auch Spendengelder en Gros hingehen .... haben eine Einkommensbesteuerung im Staatshaushalt von gar unter 1%!!!!!
Wozu auf Arbeitsentgeld Steuern zahlen wenn es Spendengelder gibt????? Soli, nie gehört.

Mein urpersönliches Mitleid hält sich daher in homöophatischen Grenzen, gestehe ich gerne ein. Mag natürlich auch daran liegen das ich selber unterdessen lieber meine ABZÜGE ausgezahlt bekommen würde als meinen Rest auf der Abrechnung. Ok, een Luxusproblem was auch gesagt sein muss.


Gruss


Gerd
 

jadran

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#77
nihil,

du hast aber ne schwarze Seele, soll das eine Aufforderung zur Steuerhinterziehung sein ?

fein das Jürgen und ich nicht so denken.

Jadran
 
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claus-juergen

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#79
hallo Gerd,

wir sind ja eigentlich beim Thema "Mindestlohn in Kroatien". Hier bleibt die Feststellung, daß der Mindestlohn in Kroatien genauso wie in Deutschland schon sehr wenig ist. Tatsache ist nun mal, daß man hier wie da ein gewisses Mindesteinkommen benötigt um zu überleben. Ob der jeweilige Mindestlohn hierzu ausreicht, werden die Statistiker und Fachleute, je nachdem aus welcher Ecke sie kommen, schon richtig beurteilen. ;)

Tatsächlich ist vielfach doch das eigentliche Problem, daß man in der Schule und in den Jugendjahren zwar alles mögliche lernt, nicht jedoch, wie der Mensch mit seinem Einkommen auskommen kann. Da hat meiner Einschätzung nach oft nicht einmal der Gymnasiast seinem Kollegen mit niedrigerer Schulbildung etwas voraus. Die Verschuldungsquote steigt, obwohl auch die Einkommen steigen. Das ist in Kroatien nicht anders wie bei uns. Erkennen, was man wirklich braucht und langlebige Wirtschaftsgüter kaufen, also sinnvoller Konsum, ist scheinbar für immer mehr Zeitgenossen extrem schwer.

Da nützt die ganze Diskussion um einen Mindestlohn überhaupt nichts wenn Lohnzuwächse sofort wieder sinnlos verausgabt werden. Das Konsumfest Weihnachten steht vor der Tür und Millionen in den Industriestaaten, auch Kroatien kaufen auf Teufel komm raus irgendwelche Dinge die sie eh schon haben oder die einfach neuer und schöner und angeblich besser sind weil es alles so machen und es einem die Werbung einredet.

Erhöhe den Mindestlohn kräftig und schon nach kurzer Zeit hast du die selbe finanzielle Misere für die Betroffenen wie zuvor. Das liegt nicht an der Preissteigerung sondern einfach am Konsumverhalten. Eigentlich ganz einfach....;)

grüsse

jürgen
 

nihil-est

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Mojen Jürgen,
mojen jadran,

deene Worte: Erhöhe den Mindestlohn kräftig und schon nach kurzer Zeit hast du die selbe finanzielle Misere für die Betroffenen wie zuvor. Das liegt nicht an der Preissteigerung sondern einfach am Konsumverhalten. Eigentlich ganz einfach

Ja, es ist auch aus meener Sicht so einfach. Dazu braucht es keinen Mindestlohn um den es hier geht.
Egal ob Lottogewinner, Top-Sportler, Firmenmogul oder Medienstar. Die hatten X Millionen oder gar Milliarden, es ging eine Zeit lang gut, endeten als Sozialfall.

Der Mindestlohn an sich beschleunigt volkswirtschaftlich nur die Wanderung von Jobs gen Billiglohnländern, die Schwarzarbeit ( welch Unwort ) und natürlich als 3. Säule die Automation ( Industrie 4.0 als Schlagwort ).

Der bereinigte Mindestlohn in Kroatien beträgt 2,29€/Std. Die Vokabel Mindest aber trügt. Das ist eher der Höchstsatz zu dem sich eine Tätigkeit im intern. Vergleich noch scheinbar lohnt. Muss ich dir nicht erklären, allerdings versteht dies nicht unbedingt jede/r auf Anhieb.

Für D, lange vor der Mindestlohndebatte, bin ich noch zu jung um überhaupt bei folgendem Beispiel aus eigener Erfahrung mitreden zu können. Kenne ich nur vom " Hörensagen ". Gab es im Konzern eine Poststelle. Da klebten und kuvertierten ein paar Damen Briefe! Also X Jobs im Tarif.
Heute geht 80% der damaligen Tätigkeit eh per eMail/Internet, die paar übrig gebliebenen Briefe macht eine Kuvertier- und Frankiermaschine. Null Jobs. Bilanzierend betrachted, selbst für 1 Cent pro Stunde!!!, wäre eine Halbtagskraft schlichtweg zu teuer. Bilanzierend würde es sicherlich in Kroatien gar nicht anders aussehen.

Der Mindestlohn hat auch gar keine Auswirkung auf höherwertige Jobs. In D wie auch natürlich in Kroatien gab und gibt es endlos Jobs wo 10€/20€/50€/+100€ pro Std gezahlt werden .... und sich lohnen!
Es macht schlichtweg keenen Sinn in 1 Job ne Menge Kohle zu investieren welcher sich noch bei 2,31€(HR) oder 8,53€(D) rechnet. Das muss doch klar sein.

Das Karussell dreht sich doch ganz anders rum!!! Da hat Jürgen recht so gesehen, ausdrücklich. Immer mehr Menschen definieren ihren ureigenen Mindeststandard zu einem Lohnadequat von 10€/20€/50€/+100€ pro Std bzw. gar als Sozialfall.

Gruss
 
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