Wie verändert sich Kroatien nach dem EU-Beitritt?

V

vize2

Guest
#41
Hallo miteinander

Ach Leute, macht das doch per PN aus, bis auf ein paar wenige Gaffer sind wir anderen Foris an euren Streitereien gar nicht so arg interessiert!

Viele Grüsse
Viktor
 

AlterNeuer

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#42
Hallo,

es könnte gut sein, dass sich Kroatien ähnlich verändert wie Frankreich.
Dazu gibt es einen interesanten Artikel in der Wirtschaftswoche.
Ich sehe jedenfalls die ganze Sache nicht durch die rosarote Brille.

Gruß von Koversada
AlterNeuer
 

Marius

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#43
Na wenn der AlteNeue Wolli.k das nicht durch die rosarote Brille sieht, dann sollten wir uns jetzt aber alle erstmal richtig warm anziehen! Der Mann muss es ja wissen, ist er doch vor 20 Jahren selbst ohne eigenes Zutun und gegen seinen ausdruecklichen Willen ploetzlich in diese EU gerutscht!

Davor durfte er zwar kaum ausreisen, aber das hat er heute der Einfachheit halber einfach mal vergessen, dass er seit seinem persoenlichen EU-Beitritt im Zuge der dt. Wiedervereinigung ueberhaupt nach Kroatien oder in andere westeuropaeische Laender reisen darf.

Boese, boese, boese EU! :)
 
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bruce

Guest
#44
Vielleicht sollte ich kurz erlaeutern, wen ich mit Ewiggestrigen meinte, ich dachte, das sei klar. In Oesterreich ist der Begriff ganz klar belegt: Das sind Leute, die sich jeder gesellschaftlichen Veraenderung und jedem humanistischen Fortschritt verschliessen wollen, sie finden, dass Hitler in einigen Dingen ja nicht so Unrecht hatte und grundsaetzlich moegen sie Menschen anderer Nationalitaeten, Hautfarben oder sexueller Orientierung nicht. Also solche Gestalten wie spalato, z.B. oder ein Strache in Oesterreich.
Deren "Warnungen" braucht kein Mensch.
da staun ich aber, du hast es auf den punkt gebracht, leider sind die zündler immer mitten unter uns....ganz egal in welchem land.
nur wer über den eigenen tellerrand "hinausschaut" kann auch andere teller füllen...es geht nur gemeinsam, die "ewiggestrigen" sind eine minderheit, ich würde ihnen nicht zuviel aufmerksamkeit schenken...
es lebe europa!
 

AlterNeuer

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#45
Na wenn der AlteNeue Wolli.k das nicht durch die rosarote Brille sieht, dann sollten wir uns jetzt aber alle erstmal richtig warm anziehen! Der Mann muss es ja wissen, ist er doch vor 20 Jahren selbst ohne eigenes Zutun und gegen seinen ausdruecklichen Willen ploetzlich in diese EU gerutscht!

Davor durfte er zwar kaum ausreisen, aber das hat er heute der Einfachheit halber einfach mal vergessen, dass er seit seinem persoenlichen EU-Beitritt im Zuge der dt. Wiedervereinigung ueberhaupt nach Kroatien oder in andere westeuropaeische Laender reisen darf.

Boese, boese, boese EU! :)
Mein lieber Marius,

Du glänzt diesmal ausnahmsweise nicht mit einer Lüge, sondern mit Halbwissen.
Diese EU gab es nämlich vor 20 Jahren noch gar nicht. In der von vor 20 Jahren war das Meiste ja noch einigermassen i. O.
Den Fall der Mauer habe ich zufälligerweise auch von der andern Seite erlebt. An diesem Tag war ich in Karlsruhe.

Dass Kroatien 1989 bereits ein westeuropäisches Land gewesen sein soll, ist mir auch neu. Da habe ich in Geschichte wahrscheinlich etwas verpasst.:sad:

Gruß von Koversada
AlterNeuer
 
B

bruce

Guest
#46
Hallo miteinander

Ach Leute, macht das doch per PN aus, bis auf ein paar wenige Gaffer sind wir anderen Foris an euren Streitereien gar nicht so arg interessiert!

Viele Grüsse
Viktor
lieber vize - president, auch wenn es nur ein paar wenige "gaffer" sind, so finde ich doch, dass ein forum durch kontraversielle postings belebt wird..
solange nicht persönliche beleidigungen u/o gewisse kraftausdrücke verwendet werden...

gaffer ist noch niedlich;)
 

Marius

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#47
AlterNeuer, du scheinst ueberhaupt einiges verpasst zu haben. :)

Was die Reisefreiheit angeht war das ehemalige Jugoslawien, und somit auch Kroatien, weit westlicher als deine DDR, deren Verschwinden dir derartige seelische Schmerzen bereitet. Zumindest kann ich mich an keine Mauern und Schiessbefehle erinnern, sonst wuerde ich gar nicht auf dieser Welt weilen.
Ansonsten moechte ich gerne unterschreiben, was bruce sagt :)

Aber es ist ja egal, wolli.k, AlterNeuer, und wie auch immer du dich in Zukunft vielleicht nennen wirst, du magst halt die europaeische Idee nicht,

ok,

ist ja gut,

das ist dein gutes Recht,

es sei dir belassen,

kein Problem,

wir sind ja nicht in der DDR, wo der Nachbar sofort ueber deine Meinung irgendjemandem Bericht erstattet, und man ein Dossier ueber dich anlegt,

tipptopp,

und bitte habe weiterhin deine eigene Meinung,

ABER BITTE HOER ENDLICH AUF UNS ALLE DAMIT ZU NERVEN, DAS IST JA NICHT MEHR AUSZUHALTEN!!!!!
DU ANTI-EU-BESESSENER!
DAS LANGWEILT NUR NOCH!
 

burki

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#48
Ich bitte euch beim Ausgangsthema zu bleiben

Wie verändert sich Kroatien nach dem EU-Beitritt?

Das Thema ist OK, nur die Diskussion beginnt schon wieder ein zweiseitiger Schlagabtausch zu werden.

Seid nett oder trefft euch doch mal, beide seid ihr jetzt in Kroatien :)

burki
 

claus-juergen

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#49
hallo wolli und marius,

der von wolli zitierte artikel der wirtschaftswoche zeigt die probleme unseren westlichen nachbarlandes recht deutlich. dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. die wiwo ist ein von mir seit jahrzehnten geschätztes medium, in welchem wirtschaftliche dinge im allgemeinen sehr gut dargestellt werden.

allerdings irrst du wolli in deiner einschätzung, daß kroatien ökonomisch den gleichen weg wie frankreich nehmen könnte. frankreich ist eine industrienation auf dem absteigenden ast. da gibt es nichts zu beschönigen. im mai hatte ich für einige tage besuch aus frankreich. gemeinsam haben wir natürlich die gegenwärtige situation diskutiert. meine französischen freunde, alle im übrigen seit jahren "sozialisten", meine bekannte sogar bürgermeisterin, haben erkannt, daß der rückstand auf deutschland kontinuierlich wächst. es ist jedoch sehr schwer, in diesem land überhaupt etwas zu ändern. trotzdem sind sie überzeugte europäer.

kroatien ist etwas völlig anderes. kroatien ist und war nie eine industrienation. hier wird meiner einschätzung nach künftig der tourismus eine immer größere rolle spielen. das problem ist nur, daß ich befürchte, daß das hinterland personell ausbluten wird. die wenigen betriebe, die sich erfolglos am markt, nicht am weltmarkt (!) behaupten, schaffen keine arbeitsplätze. deren wertschöpfung ist zu gering. die menschen werden so wie in weiten regionen von ostdeutschland wegziehen oder an der küste neue einkommensmöglichkeiten suchen.

einen großen vorteil hat kroatien jedoch gegenüber anderen jungen eu-mitgliedern auf dem balkan. das ist die gute ausbildung. nur finden diese jungen qualifizierten menschen kaum arbeit. das ist das problem. wenn in kürze die werften weitere zigtausend arbeitskräfte freisetzen werden, dann schaut es noch schlechter aus.

viktor hat heute schon ein gutes beispiel für die änderungen im land dargestellt. die markthändler, die bisher einen großteil der umsätze unversteuert vereinnahmt haben, streiken, weil sie nun der fiskalkassenpflicht unterliegen sollen. man stelle sich einmal vor, in deutschland hätte bisher jeder fliegende händler seine umsätze brutto für netto quasi an der steuer vorbei kassiert. hier ist meines erachtens ein umdenken in den köpfen der menschen erforderlich.

http://www.adriaforum.com/kroatien/streik-der-markthaendler-t74175/

ein staat wie kroatien, der wirtschaftlich nicht auf rosen gebettet ist, muß nun mal versuchen, möglichst die gesamte wirtschaft steuerlich zu erfassen. griechenland und zypern sind abschreckende beispiele dafür, wenn dies nicht geschieht.

in diesem sinne wünsche ich euch einen schönen friedvollen sonntag.

grüsse

jürgen
 

herby_51

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#50
Hallo Claus - juergen,

du hast in deinem Bericht die Lage haarscharf analysiert und erkannt, wo die Probleme liegen!


ein staat wie kroatien, der wirtschaftlich nicht auf rosen gebettet ist, muß nun mal versuchen, möglichst die gesamte wirtschaft steuerlich zu erfassen. griechenland und zypern sind abschreckende beispiele dafür, wenn dies nicht geschieht.

Man kann den Kroaten nur wünschen, das sie das besser als die Griechen und Zyprioten auf die Reihe bekommen

und aus dem Schatz, den Sie mit Ihrer Landschaft und Natur haben, das Beste machen!

Danke für deinen informativen Bericht

Liebe Grüße

Herbert
 

herby_51

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#51
da staun ich aber, du hast es auf den punkt gebracht, leider sind die zündler immer mitten unter uns....ganz egal in welchem land.
nur wer über den eigenen tellerrand "hinausschaut" kann auch andere teller füllen...es geht nur gemeinsam, die "ewiggestrigen" sind eine minderheit, ich würde ihnen nicht zuviel aufmerksamkeit schenken...
es lebe europa!
Hallo,

hoffentlich hast du da Recht, das die " Ewiggestrigen" eine Minderheit sind, man sieht ja bei uns, wenn man auf dem

"Rechten Auge blind ist, was dann alles passiert! "

Das vereinte Europa kann uns allen nur gut tun!


Liebe Grüße

Herbert
 

herby_51

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#52
@ Marius

also wir waren das erste mal 1976 in Jugoslawien, und wir konnten weder eine Mauer sehen

noch war von einem Schießbefehl irgend etwas zu bemerken!

Zitat

Was die Reisefreiheit angeht war das ehemalige Jugoslawien, und somit auch Kroatien, weit westlicher als deine DDR, deren Verschwinden dir derartige seelische Schmerzen bereitet. Zumindest kann ich mich an keine Mauern und Schiessbefehle erinnern, sonst wuerde ich gar nicht auf dieser Welt weilen.

Liebe Grüße

Herbert
 

claus-juergen

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#53
...also wir waren das erste mal 1976 in Jugoslawien, und wir konnten weder eine Mauer sehen

noch war von einem Schießbefehl irgend etwas zu bemerken!...
hallo herbert,

laß die untergegangene DDR genauso wie das ehemalige Jugoslawien ruhen. konzentrieren wir uns auf die änderungen im neuen kroatien. das ist unser thema und das sind dinge, die wir in nächster zeit feststellen werden. ich glaube, manches wird schneller geschehen, als wir denken und manches wird sich nur langsam ändern.

auch wenn es die kroaten selbst vielleicht nicht hören wollen. irgendwie ist das land schon ein bischen balkan. ;)

grüsse

jürgen
 

herby_51

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#54
hallo herbert,

laß die untergegangene DDR genauso wie das ehemalige Jugoslawien ruhen. konzentrieren wir uns auf die änderungen im neuen kroatien. das ist unser thema und das sind dinge, die wir in nächster zeit feststellen werden. ich glaube, manches wird schneller geschehen, als wir denken und manches wird sich nur langsam ändern.

auch wenn es die kroaten selbst vielleicht nicht hören wollen. irgendwie ist das land schon ein bischen balkan. ;)

grüsse

jürgen

Hallo Jürgen,

ich muss dir ja Recht geben, nur das m u s s t e ich ganz einfach loswerden!

auch wenn es die kroaten selbst vielleicht nicht hören wollen. irgendwie ist das land schon ein bischen balkan. :wink:


auch da stimme ich mit dir überein, aber man soll ja positiv denken und in die Zukunft schaun!


Liebe Grüße

Herbert
 

herby_51

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#55
Hallo,

hier mal ein n i c h t von Emotionen aufgeladener Bericht, sonder ganz sachlich!

[h=1]Kroatiens EU-Beitritt ist der richtige Schritt[/h] Nach und nach beschreiten die ehemaligen jugoslawischen Teilrepubliken den Weg nach Europa. Zuerst waren 2004 die Slowenen dran, und noch bevor mit Serbien auch nur die Beitrittsverhandlungen begonnen haben, ist Kroatien nun als 28. Staat Mitglied der EU. So bekommt die Europäische Union schmucke Städtchen mit vernezianischer oder österreichischer Vergangenheit, eine lange mediterrane Küste, aber auch noch immer nicht ganz abgeklungenen Nationalismus aus den Kriegsjahren, postkommunistische Korruption und aktuell maue Wirtschaftsdaten.
Ein Kommentar von Ralf Borchard, Korrespondent im ARD-Hörfunkstudio Südosteuropa in Wien
Muss das sein, Kroatien als neues EU-Mitglied, gerade jetzt, in der Krise? Wird Kroatien Europas nächstes Sorgenkind? Das fragen sich viele EU-Bürger, vor allem auch in Deutschland. Die Erinnerung an die Griechenland-Krise ist frisch, die Einsicht, dass Rumänien und Bulgarien 2007 zu früh aufgenommen wurden, ist auch in Brüssel weit verbreitet. Trotzdem: Es ist gut, dass Kroatien EU-Mitglied wird. Der Schritt ist richtig.
Ja, Kroatien steckt tief in der Wirtschaftskrise. Aber EU-Schlusslicht ist es keineswegs. Kroatien hat auch nur gut vier Millionen Einwohner, das sind weniger als ein Prozent der EU-Bevölkerung. Und Kandidat für den EU-Rettungsschirm kann es vorerst gar nicht werden, denn der ist Euro-Ländern vorbehalten, und den Euro wird Kroatien frühestens in fünf bis acht Jahren einführen.
Natürlich hat Kroatien auch mit Blick auf Korruptionsbekämpfung, Bürokratie-Abbau, Vergangenheitsbewältigung noch nicht genug getan. Aber: Kroatien wurde länger und strenger geprüft als alle EU-Beitrittskandidaten zuvor. Das Land hat sich enorm verändert, erheblich angestrengt, um auf den Weg zu kommen.
Das ist der entscheidende Punkt: An Kroatien zeigt sich, dass die EU weiter die Kraft hat, ganze Länder zu transformieren. Das gilt auch für die anderen Länder des Westbalkans, die noch nicht EU-Mitglied sind, aber es langfristig werden wollen: Serbien etwa. Fast alles, was in diesen Ländern an Reformen passiert - auch in Montenegro, Mazedonien, Albanien, Kosovo -, passiert aufgrund der EU-Perspektive. Hier ist Europa noch Hoffnungsanker, hier hat die EU noch wirklich Wert.
Der Beitritt Kroatiens hat enorme Symbolkraft in der Region. Die anderen Westbalkan-Länder sehen: wenn man sich anstrengt, kann es klappen mit dem EU-Beitritt. Und Europa hat eine Verpflichtung. Während der Kriege der 90er-Jahre hat die EU auf dem Balkan weitgehend versagt. Jetzt wird die Chance wahrgenommen, den nach wie vor zerbrechlichen Frieden unter dem Dach Europas zu sichern. Damit kehrt die EU auch zu ihrer Ursprungsidee zurück, der Friedenssicherung, einst vor allem zwischen Deutschland und Frankreich, heute in Südosteuropa. Es ist gut, gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise, in der die EU fast nur noch schlechtgeredet wird, sich an diese Ursprungsidee zu erinnern.
Auf dieser Basis lässt sich auch realistisch in die Zukunft schauen: Kroatien wird Jahre brauchen, um aus der Krise zu kommen, wie die EU insgesamt. Brüssel muss weiter Druck ausüben, damit die Reformen in Kroatien weitergehen. Das wollen auch viele Kroaten, die ihrer eigenen Regierung wenig Vertrauen schenken. In Zagreb ist - bei aller Skepsis, die auch vorhanden ist - in diesen Tagen etwas Erfrischendes zu spüren: Es gibt noch Leute, junge Kroaten zum Beispiel, die auf Europa hoffen. Und die sagen: Die EU ist das Beste, was uns passieren kann.




Liebe Grüße

Herbert
 

Catmum

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#56
Hallo Herbert,

das ist bisher der beste Bericht über den EU-Beitritt von Kroatien.

Vielen Dank dafür..

Lieber Gruß
Anke
 

Cevapcici33

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#57
Wirklich sehr guter Bericht! Endlich mal unvoreingenommen und optimistisch!
Wie es am Ende wird, werden wir wohl wirklich erst in ein paar Monaten oder sogar vllt Jahren abschätzen können.
 

claus-juergen

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#59
hallo miteinander,

gestern von 10 tagen kurzurlaub in istrien wieder heim gekommen, möchte ich euch doch noch veränderungen schildern, die ich bei meinem diesjährigen zweiten aufenthalt nach pfingsten bemerkt habe. mir fiel beim abendlichen flanieren durch medulin, vrsar und pula auf, daß im gegensatz zum vorjahr weniger besucher im august an istriens küste weilen. zuerst dachte ich mir, vielleicht ist mein urteilsvermögen getrübt oder ich täusche mich und so fragte ich nachbarn, die vermieten und freunde, die den sommer im land verbringen oder hier leben.

übereinstimmend bekam ich da zu hören, daß der eu-beitritt zum 1.7. sich negativ auf die besucher aus russland, serbien und bih auswirkt. bisher gab es ein übereinkommen zwischen russland und kroatien, wonach während der sommermonate die visumpflicht ausgesetzt ist. dies führte dazu, daß auch russlands mittelschicht bequem und preiswert in kroatien urlauben konnte. ich selbst habe in den vergangenen jahren wiederholt russische jumbo-jets auf dem flughafen pula gesehen. diese urlauberschicht fällt nun großteils weg.

auch die "arme verwandschaft'" aus serbien oder bih kann nun zwar visafrei ins eu-land kroatien einreisen. von serben muß jedoch pro person und tag des aufenthalts 100 euro, von angehörigen des landes bosnien-herzegowina 50 euro bei der einreise nachgewiesen werden. dies sind eu-regeln, die nun vor allem in kroatien dazu dienen, angehörige dieser nationen vom illegalen arbeitsmarkt fernzuhalten. nur frage ich mich, wer aus diesen beiden ländern kann da mit kind und kegel in kroatien noch urlaub machen? das kann sich doch kaum einer leisten. montenegro ist eh für serben viel zu teuer geworden.

der serbe, der bisher mit kaum geld in der tasche zwei wochen die kroatische verwandschaft mit familie besucht hat und wo der papa sich während dieses urlaubs ein paar euro hinzuverdient hat, fällt nun als urlauber weg. anders verhält es sich mit mehrern 100.000 bewohnern von bih, die neben dem bosnischen auch noch einen kroatischen pass besitzen.

auch so verändert sich ein land...

grüsse

jürgen
 

Suncokret

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#60
Danke für die Info. Dann können meine bosniakischen Freunde schon mal bei ihren Verwandten betteln gehen, um ein paar hundert Euro geliehen zu bekommen für die Einreise. Weißt du, warum da ein Unterschied zwischen Serben und Bosniern gemacht wird?
 
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